Sonntag, 5. Februar 2017

Brioche zum #LieblingsBrinner17

"Kommst du zum Frühstück vorbei?"
"Hast du mal auf die Uhr geschaut? Es ist doch schon abends!"
"Na Abendbrot kann ja jeder..."
Kennst du schon das Brinner? Noch nie gehört? So ging es mir am Anfang auch. Bis ich auf das Helbing-Event gestoßen bin. Gemütlich zusammensitzen, ausgiebig frühstücken, lachen, reden und so richtig eine Auszeit vom Alltag nehmen. Das wünsche ich mir nicht nur für einen guten Start in den Tag, sondern auch für einen entspannten Abend. Herrlich das es jetzt endlich den "Brunch 2.0" gibt: das Brinner. Breakfast (also Frühstück) und Dinner (Abendbrot) in einem. Pancakes, Kuchen, Brötchen, Schlemmerei bis in die späten Abendstunden? Ich bin dabei!


Selbstgebackene Brioche, mit pfeffriger Mandarinenmarmelade





Ehrlich gesagt bin ich jetzt richtig aufgeregt. Ich will das unbedingt ausprobieren: am Abend frühstücken. Genial! Dafür habe ich den liebsten Punkt meiner Back-to-do Liste herausgesucht. Fluffiger, süßer Teig der beim Hineinbeißen an flauschige Wolken erinnert. So muss man sich eine Brioche vorstellen. Ein süßes Brot, das dem deutschen Hefezopf sehr nah kommt. Dazu sollte es ein raffinierter Aufstrich sein. Am Besten aus Mandarinen. Denn davon lagen so viele in meiner Küche, damit musste sich doch etwas machen lassen! Da fiel mein Blick auf den Pfeffer. 
Kurzerhand war das Rezept zusammengestellt: eine pfeffrige Mandarinenmarmelade. Übrigens: wer am Brinner-Tisch so richtig mit Wissen glänzen will, für den habe ich hier etwas. Als Marmelade dürfen offiziell nur Fruchtaufstriche bezeichnet werden, die aus Zitrusfrüchten hergestellt werden. Alles andere sind Konfitüren. Kleiner Streberalarm *zwinker*




Nun aber zurück zum tollen Brinner-Rezept. Ich gebe zu, dass so eine Brioche etwas Zeit in Anspruch nimmt. Denn damit der Teig Wolkenfluffig wird, musst du viel kneten, kneten, kneten. Danach warten, damit der Teig gehen kann. Und nochmal kneten, kneten, kneten. Aber ich verspreche dir: das lohnt sich! Zum Einen wirst du Herzchenaugen bekommen, wenn du die Brioche zum ersten Mal anschneidest und merkst, wie geschmeidig der Teig ist. Und zum Anderen weil du dir nach so harter Arbeit das ausgiebige Brinner erst recht verdient hast! 
Ich bin von der Breakfast&Dinner-Kombi jetzt schon überzeugt und helfe Helbing und seinem neuen Onlineshop dabei Deutschlands längstes Frühstück auf die Beine zu stellen. Du auch?

Mit mampfenden Grüßen

Deine Frau Hummelsüß
#LieblingsBrinner17


Die Brioche



Zutaten

  • 250g Weizenmehl, Typ 405
  • 1 EL Trockenbackhefe
  • 2 EL Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eigelb
  • 1 leicht gehäufter EL laktosefreie Butter
  • 125ml laktosefreie Milch 
  • Hagelzucker



Zubereitung

Besonders fluffig wird die Brioche wenn der Teig sehr lang und am Besten in einer Küchenmaschine geknetet wird!

  1. Milch lauwarm erwärmen. 
  2. Mehl in die Schüssel der Küchenmaschine sieben. Mit dem Puderzucker ebenso verfahren. Trockenhefe und Salz hinzugeben. Alles grob vermengen. Butter in sehr kleinen Stückchen und 1 Eigelb hinzugeben, sowie die Milch. Alles bei mittlerer Geschwindigkeit für 20 Minuten mit den Knethaken bearbeiten. 
  3. Schüssel mit dem Teig zudecken und für mindestens 1 Stunde gehen lassen, sodass sich das Volumen verdoppelt. Danach für weitere 5 Minuten kneten. 
  4. Teig in eine Kastenform geben und erneut mindestens 1 Stunde gehen lassen.
    Ofen auf 150°C, Ober- und Unterhitze vorheizen. 
  5. Teig dünn einschneiden, mit dem 2. Eigelb bestreichen und mit etwas Hagelzucker bestreuen. Für 35 Minuten backen. 
 

























Die pfeffrige Mandarinenmarmelade


Zutaten

  • ca. 1kg Mandarinen
  • 1 Zitrone
  • 500g Gelierzucker 2:1
  • 2 EL bunte Pfefferkörner

Zubereitung

  1. Die Mandarinen halbieren und entsaften, sodass 750ml Mandarinensaft entstehen. Den Saft durch ein feines Sieb in einen Topf streichen. 
  2. Zitrone heiß waschen, abtrocknen und die Schale abreiben. Zusammen mit dem Pfeffer in den Saft geben. Gelierzucker dazugeben. 
  3. Einmal sprudelnd aufkochen lassen, dann für 5 Minuten weiter kochen. Ständig rühren. 
  4. Einmachgläser heiß auswaschen und die Marmelade einfüllen. Gut zudrehen und die Gläser für 5 Minuten auf den Kopf stellen. Danach wieder umdrehen und völlig auskühlen lassen. 

Mittwoch, 25. Januar 2017

Veganer Energieschub

Zur Zeit voll im Trend: "Raw Bites" und "Energy Bars". Oder einfacher gesagt: selbstgemachte Müsliriegel. Bei diesem Trend bin ich sehr gern dabei! Zumal es schwierig ist laktosefreie Müsliriegel zu finden und sie mir prinzipiell zu süß sind. Wenn ich einen Energieschub brauche, dann bitte nicht aus dem reinen Zucker sondern aus gesunden Zutaten, die meine Aufmerksamkeit wirklich hochhalten. Und jetzt, da ich weiß wie einfach es ist Energy Bars herzustellen, bleiben die Müsliriegel im Laden. Ich hab da meinen eigenen Geschmack *zwinker*

Müsliriegel selbstgemacht: Homemade Energy Bars (vegan)




Rund um das Essen gibt es ein neues Verständnis: es wird nachgefragt, was eigentlich drin ist, in dem was man isst. Wo kommt das her? Wie wurde es angebaut? Und bekommen die richtigen Leute genügend Geld für ihre Arbeit? Wir bezeichnen das heute als "nachhaltig", als "bewusste Ernährung" oder "fairtrade". Aber ohne jemanden nahe treten zu wollen: wie das auch in der Mode der Fall ist, ist dieses Food-Bewusstsein nichts Neues. Fragt mal eure Großeltern, oder Urgroßeltern! Klar, zu deren Zeiten gab es wirklich wenig und das Meiste hatten sie aus eigener Erzeugung. Aber sie wussten, was in ihrem Essen ist und wie es vom Wachsen auf den Tisch gekommen ist. Gegessen wurde, was die Saison und vor allem die Ernte hergab. Fleisch gab es allerhöchstens einmal in der Woche. Immer mehr Ernährungsbewusste halten es ebenso. Entwickeln wir uns also zurück?



Ich muss gestehen, dass ich noch nie der große Freund von Fast Food oder TK-Ware war. Das, was man statt dem Kauf selbst machen konnte, galt es in der Versuchsküche nachzumachen. Und egal, wie jeder zu diesem neuen, bewussten Verständnis von Essen kommt und egal, ob wir uns zurückentwickeln, oder auch nicht: Es ist gut so, dass wir einmal mehr nachfragen, als zu wenig! Noch ein Vorteil vom homemade Food: man macht sich nur so viel, wie man tatsächlich verzehren kann. Verschwendung adé! Mit so einfachen Rezepten, wie diesen Müsliriegeln macht das richtig Spaß und kostet Dich gerade einmal 5 Minuten Arbeit! Ich denke das lässt sich gut in den Alltag einbringen. Überzeugt? *zwinker*

Deine Frau Hummelsüß

 





Zutaten

  • 50g pflanzliche Margarine
  • 2 EL Agavendicksaft
  • 100g ganze Mandeln mit Haut
  • 2 EL Chia-Samen
  • 1 EL Kokosraspel
  • 4 EL kernige Haferflocken
  • 70g getrocknete Cranberrys


Zubereitung

  1. Margarine mit Agavendicksaft bei geringer Hitze schmelzen. Eine Form mit Frischhaltefolie auslegen. 
  2. Mandeln grob hacken. In einer Schüssel mit den restlichen Zutaten vermischen. 
  3. Trockene Zutaten mit dem geschmolzenen Fett-Zucker Mix mischen und in die Form füllen. Fest drücken. 
  4. Für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen. In Riegel oder Quadrate schneiden. 
 

Sonntag, 22. Januar 2017

Tortenzeit ist Familienzeit

Mein Liebster und ich haben uns vor Kurzem bei seiner Oma zum Kaffee eingeladen. Ich finde es immer wieder erstaunlich wie Großeltern und Enkel harmonieren. Mir kommt es so vor, als ob man mit seiner Oma und seinem Opa manchmal mehr Anstazpunkte hat, als mit seinen Eltern. Wenn das so ist, müsste man doch eigentlich mehr Reibungspunkte mit seinen Großeltern haben. Schließlich ist hier der Altersunterschied am Größten. Aber das Gegenteil scheint der Fall zu sein! Woran liegt es, dass Oma und Opa manchmal mehr Verständnis für die eigene Situation haben, als Freunde, Eltern oder Geschwister?

Blueberry Layer Cake, mit Rote Beete und Mohn




Wenn ich mit meinen Großeltern zusammensitze, oder mit denen meines Liebsten dann scheint die Zeit wie im Flug vorbeizuegehen. Nachdem die letzten Wochen ausgewertet wurden, schließlich ist seit dem letzten Besuch viel passiert, kommt es zu Themen, die tiefer gehen. Oma und Opa scheinen schon auf 100 Meter Entfernung zu spüren, wie es dir wirklich geht. Da braucht man nichts sagen - sie sehen es dir an der Nasenspitze an. Dass das auch Mama und Papa sehen, will ich gar nicht abstreiten. Aber den Rat, den dir eine Oma oder ein Opa gibt, kannst du nicht mit Gold aufwiegen. Sie sehen dir nicht nur in die Augen - sie sehen dir sofort ins Herz!
Umso ernster habe ich mir die Worte angenommen, die mir meine "Schwiegeroma" gesagt hat: Vergiss nicht das, was dir Spaß macht und mit wem dir das Spaß macht! 





Die Moral des Rates? Seit vielen Wochen stande ich die folgende Woche in der Küche und habe selbst nach einem harten Arbeitstag das gemacht, was mir Kraft gibt und mich ausgleicht: das Backen. Es passiert uns so ganz nebenbei, ohne das wir es bemerken: der Alltag schleicht sich ein. Natürlich ist Beständigkeit nichts Schlechtes. Ich kann gar nicht ausdrücken, wie wunderbar das Gefühl war der Ruhe der Couch den Kampf anzusagen - bewaffnet mit Schneebesen, Backpapier und Kuchenform. In dem Moment war es wieder da: das Highlicht-Gefühl, das man sich manchmal zu wenig gönnt. Denn unter dem Strich zählt nur das, was Oma und Opa in harter Selbsterkenntnis über die Jahre hinweg gelernt haben: Am Ende des Tages musst du glücklich sein!

In der Hoffnung, dass Du Dir Dein Highlight im Alltag schaffst
Deine Frau Hummelsüß


Zutaten

  • 2 Eier
  • 100g Zucker
  • 1 vorgegarte, vakuumierte Rote Beete
  • 50ml Rapsöl
  • 250g Dinkelmehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 EL gemahlener Mohn
  • 400g laktosefreier Doppelrahmfrischkäse
  • 200g laktosefreier Sahnequark 
  • 200g laktosefreie Schlagsahne
  • 3 EL Puderzucker
  • 1 EL Zucker
  • Heidelbeerkonfitüre
  • 100g Heidelbeeren




Zubereitung

  1. Ofen auf 175°C, Ober - und Unterhitze vorheizen. Eine kleine Springform (14,5cm Durchmesser) fetten. 
  2. Rote Beete mit Öl pürieren. Eier mit Zucker schaumig schlagen. Rote Beete-Püree unterschlagen. Mehl mit Backpulver und Mohn mischen. Kurz unterheben. In die Springform füllen, glatt streichen und für ca. 45 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit den Kuchen mit Alufolie oder Backpapier abdecken. Vollständig auskühlen lassen. 
  3. Kuchen zweimal waagerecht durchschneiden. Frischkäse und Quark mit gesiebten Puderzucker luftig aufschlagen. Sahne mit Zucker sehr steif schlagen. Sahne unter die Creme heben. 
  4. Pro Teigschicht ca. 3 Esslöffel Creme grob verteilen. Darauf ca. 3 Teelöffel glatt gerührte Heidelbeerkonfitüre verteilen. Nächste Kuchenschicht aufsetzen. So weiter verfahren, bis alles aufgebraucht ist. Dabei den Kuchen mit Konfitüre und Heidelbeeren verzieren. Kühl stellen.