Montag, 17. April 2017

Eierlikör, Rübli - Es ist Ostern!


Willkommen zurück! 
Das ist wohl unbestreitbar das Motto nach zwei Monaten Funkstille im hummelsüßen Blog. Natürlich werde ich Dir so einiges erklären. Vielleicht kannst Du mir dann nachempfinden, dass diese Lebensaufgabe vor der wir uns manchmal scheuen, das leidliche "Prioritäten setzen" unausweichlich ist, wenn es um die höchste aller Prioritäten geht: das Leben. 
Aber noch nicht in diesem Beitrag. Denn es ist Ostern. Und das bedeutet die freien Tage zu zelebrieren, ausschließlich an Schönes zu denken und vor allem eines: naschen, genießen, schnabulieren, sündigen oder wie auch immer Du Deinen Gaumenschmaus bezeichnest. Meinen österlichen Gaumenschmaus präsentiere ich Dir heute. Mache Dich auf den saftigsten Kuchen Deines Lebens gefasst *zwinker*

Supersaftiger Rüblikuchen, mit Quark-Eierlikör Topping





"Haddu Möhrchen?" Na und wie! Aber nicht nur Hasileins Gemüseliebling ist in diesem herrlichen Osterkuchen drin. Dazu gesellt sich cremiger Sahnequark und das Erwachsenengetränk, das schlichtweg auf keiner Ostertafel fehlen darf: Eierlikör. An dieser Stelle gilt mein großes Dankeschön meiner Oma. Sie hat mir diesen cremigen, goldenen Likör selbstgemacht. So gut - das können nur Omis mit jaaaaahrelanger Erfahrung (selbstverständlich mit jahrelanger Probe - hicks). Das Rezept dazu wird nicht verraten: Familiengeheimnis. Das verstehst Du sicher. 

Damit der Rüblikuchen mit Eierlikör so supersaftig wird, gibt es einen kleinen Trick. Wenn der Kuchen noch heißt ist, muss er getränkt werden. Das kann man natürlich auch mit Likören machen. Aber ich wollte Omas Eierschnäpschen nicht die Show stehlen. Außerdem macht der Apfelsaft den Kuchen so schön fruchtig. Hmmmm... ich könnte schon wieder ein Stückchen vertragen. 
Du auch? Kein Problem! Hier kommt das Rezept...

Schön, dass Du noch immer hier bist.
Liebste Ostergrüße von Deiner Frau Hummelsüß





Zutaten
(für etwa 16 Kuchenstücke)
  • 4 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 100g Zucker
  • 100ml Sonnenblumenöl
  • 250g Weizenmehl, Typ 405
  • 3 gestrichene TL Backpulver
  • 100g laktosefreier Naturjoghurt
  • 2 mittelgroße Möhren
  • 100ml Apfelsaft
  • 750g laktosefreier Sahnequark
  • 3 EL Puderzucker, gesiebt
  • 5 EL Eierlikör


Zubereitung

  1. Ofen auf 175°C, Ober- und Unterhitze vorheizen. Springform (26cm) fetten. 
  2. Eier trennen. Eiweiß mit Salz und Vanillezucker sehr steif schlagen. Beiseite stellen. 
  3. Möhren putzen und grob reiben. Eigelb mit Zucker schaumig schlagen. Öl im dünnen Strahl unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und im Wechsel mit dem Joghurt unter die Eimasse geben. Erst Möhren, dann das Eiweiß unterheben. 
  4. Teig in die Form füllen, glatt streichen und für ca. 30 Minuten backen. Unbedingt die Stäbchenprobe machen!
  5. Den noch heißen Kuchen mit einem Schaschlikspieß mehrere Male einstechen. Apfelsaft über den Kuchen träufeln. Erkalten lassen. 
  6. Quark mit Puderzucker glatt rühren und auf dem Kuchen verteilen. Esslöffelweise den Eierlikör auf dem Quark träufeln. Bis zum Verzehr kühlen.

Sonntag, 5. Februar 2017

Brioche zum #LieblingsBrinner17

"Kommst du zum Frühstück vorbei?"
"Hast du mal auf die Uhr geschaut? Es ist doch schon abends!"
"Na Abendbrot kann ja jeder..."
Kennst du schon das Brinner? Noch nie gehört? So ging es mir am Anfang auch. Bis ich auf das Helbing-Event gestoßen bin. Gemütlich zusammensitzen, ausgiebig frühstücken, lachen, reden und so richtig eine Auszeit vom Alltag nehmen. Das wünsche ich mir nicht nur für einen guten Start in den Tag, sondern auch für einen entspannten Abend. Herrlich das es jetzt endlich den "Brunch 2.0" gibt: das Brinner. Breakfast (also Frühstück) und Dinner (Abendbrot) in einem. Pancakes, Kuchen, Brötchen, Schlemmerei bis in die späten Abendstunden? Ich bin dabei!


Selbstgebackene Brioche, mit pfeffriger Mandarinenmarmelade





Ehrlich gesagt bin ich jetzt richtig aufgeregt. Ich will das unbedingt ausprobieren: am Abend frühstücken. Genial! Dafür habe ich den liebsten Punkt meiner Back-to-do Liste herausgesucht. Fluffiger, süßer Teig der beim Hineinbeißen an flauschige Wolken erinnert. So muss man sich eine Brioche vorstellen. Ein süßes Brot, das dem deutschen Hefezopf sehr nah kommt. Dazu sollte es ein raffinierter Aufstrich sein. Am Besten aus Mandarinen. Denn davon lagen so viele in meiner Küche, damit musste sich doch etwas machen lassen! Da fiel mein Blick auf den Pfeffer. 
Kurzerhand war das Rezept zusammengestellt: eine pfeffrige Mandarinenmarmelade. Übrigens: wer am Brinner-Tisch so richtig mit Wissen glänzen will, für den habe ich hier etwas. Als Marmelade dürfen offiziell nur Fruchtaufstriche bezeichnet werden, die aus Zitrusfrüchten hergestellt werden. Alles andere sind Konfitüren. Kleiner Streberalarm *zwinker*




Nun aber zurück zum tollen Brinner-Rezept. Ich gebe zu, dass so eine Brioche etwas Zeit in Anspruch nimmt. Denn damit der Teig Wolkenfluffig wird, musst du viel kneten, kneten, kneten. Danach warten, damit der Teig gehen kann. Und nochmal kneten, kneten, kneten. Aber ich verspreche dir: das lohnt sich! Zum Einen wirst du Herzchenaugen bekommen, wenn du die Brioche zum ersten Mal anschneidest und merkst, wie geschmeidig der Teig ist. Und zum Anderen weil du dir nach so harter Arbeit das ausgiebige Brinner erst recht verdient hast! 
Ich bin von der Breakfast&Dinner-Kombi jetzt schon überzeugt und helfe Helbing und seinem neuen Onlineshop dabei Deutschlands längstes Frühstück auf die Beine zu stellen. Du auch?

Mit mampfenden Grüßen

Deine Frau Hummelsüß
#LieblingsBrinner17


Die Brioche



Zutaten

  • 250g Weizenmehl, Typ 405
  • 1 EL Trockenbackhefe
  • 2 EL Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eigelb
  • 1 leicht gehäufter EL laktosefreie Butter
  • 125ml laktosefreie Milch 
  • Hagelzucker



Zubereitung

Besonders fluffig wird die Brioche wenn der Teig sehr lang und am Besten in einer Küchenmaschine geknetet wird!

  1. Milch lauwarm erwärmen. 
  2. Mehl in die Schüssel der Küchenmaschine sieben. Mit dem Puderzucker ebenso verfahren. Trockenhefe und Salz hinzugeben. Alles grob vermengen. Butter in sehr kleinen Stückchen und 1 Eigelb hinzugeben, sowie die Milch. Alles bei mittlerer Geschwindigkeit für 20 Minuten mit den Knethaken bearbeiten. 
  3. Schüssel mit dem Teig zudecken und für mindestens 1 Stunde gehen lassen, sodass sich das Volumen verdoppelt. Danach für weitere 5 Minuten kneten. 
  4. Teig in eine Kastenform geben und erneut mindestens 1 Stunde gehen lassen.
    Ofen auf 150°C, Ober- und Unterhitze vorheizen. 
  5. Teig dünn einschneiden, mit dem 2. Eigelb bestreichen und mit etwas Hagelzucker bestreuen. Für 35 Minuten backen. 
 

























Die pfeffrige Mandarinenmarmelade


Zutaten

  • ca. 1kg Mandarinen
  • 1 Zitrone
  • 500g Gelierzucker 2:1
  • 2 EL bunte Pfefferkörner

Zubereitung

  1. Die Mandarinen halbieren und entsaften, sodass 750ml Mandarinensaft entstehen. Den Saft durch ein feines Sieb in einen Topf streichen. 
  2. Zitrone heiß waschen, abtrocknen und die Schale abreiben. Zusammen mit dem Pfeffer in den Saft geben. Gelierzucker dazugeben. 
  3. Einmal sprudelnd aufkochen lassen, dann für 5 Minuten weiter kochen. Ständig rühren. 
  4. Einmachgläser heiß auswaschen und die Marmelade einfüllen. Gut zudrehen und die Gläser für 5 Minuten auf den Kopf stellen. Danach wieder umdrehen und völlig auskühlen lassen. 

Mittwoch, 25. Januar 2017

Veganer Energieschub

Zur Zeit voll im Trend: "Raw Bites" und "Energy Bars". Oder einfacher gesagt: selbstgemachte Müsliriegel. Bei diesem Trend bin ich sehr gern dabei! Zumal es schwierig ist laktosefreie Müsliriegel zu finden und sie mir prinzipiell zu süß sind. Wenn ich einen Energieschub brauche, dann bitte nicht aus dem reinen Zucker sondern aus gesunden Zutaten, die meine Aufmerksamkeit wirklich hochhalten. Und jetzt, da ich weiß wie einfach es ist Energy Bars herzustellen, bleiben die Müsliriegel im Laden. Ich hab da meinen eigenen Geschmack *zwinker*

Müsliriegel selbstgemacht: Homemade Energy Bars (vegan)




Rund um das Essen gibt es ein neues Verständnis: es wird nachgefragt, was eigentlich drin ist, in dem was man isst. Wo kommt das her? Wie wurde es angebaut? Und bekommen die richtigen Leute genügend Geld für ihre Arbeit? Wir bezeichnen das heute als "nachhaltig", als "bewusste Ernährung" oder "fairtrade". Aber ohne jemanden nahe treten zu wollen: wie das auch in der Mode der Fall ist, ist dieses Food-Bewusstsein nichts Neues. Fragt mal eure Großeltern, oder Urgroßeltern! Klar, zu deren Zeiten gab es wirklich wenig und das Meiste hatten sie aus eigener Erzeugung. Aber sie wussten, was in ihrem Essen ist und wie es vom Wachsen auf den Tisch gekommen ist. Gegessen wurde, was die Saison und vor allem die Ernte hergab. Fleisch gab es allerhöchstens einmal in der Woche. Immer mehr Ernährungsbewusste halten es ebenso. Entwickeln wir uns also zurück?



Ich muss gestehen, dass ich noch nie der große Freund von Fast Food oder TK-Ware war. Das, was man statt dem Kauf selbst machen konnte, galt es in der Versuchsküche nachzumachen. Und egal, wie jeder zu diesem neuen, bewussten Verständnis von Essen kommt und egal, ob wir uns zurückentwickeln, oder auch nicht: Es ist gut so, dass wir einmal mehr nachfragen, als zu wenig! Noch ein Vorteil vom homemade Food: man macht sich nur so viel, wie man tatsächlich verzehren kann. Verschwendung adé! Mit so einfachen Rezepten, wie diesen Müsliriegeln macht das richtig Spaß und kostet Dich gerade einmal 5 Minuten Arbeit! Ich denke das lässt sich gut in den Alltag einbringen. Überzeugt? *zwinker*

Deine Frau Hummelsüß

 





Zutaten

  • 50g pflanzliche Margarine
  • 2 EL Agavendicksaft
  • 100g ganze Mandeln mit Haut
  • 2 EL Chia-Samen
  • 1 EL Kokosraspel
  • 4 EL kernige Haferflocken
  • 70g getrocknete Cranberrys


Zubereitung

  1. Margarine mit Agavendicksaft bei geringer Hitze schmelzen. Eine Form mit Frischhaltefolie auslegen. 
  2. Mandeln grob hacken. In einer Schüssel mit den restlichen Zutaten vermischen. 
  3. Trockene Zutaten mit dem geschmolzenen Fett-Zucker Mix mischen und in die Form füllen. Fest drücken. 
  4. Für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen. In Riegel oder Quadrate schneiden.