Mittwoch, 28. September 2016

ACE-Vitamine im Kuchen

Okay, ich gebe es zu...ich schummel! Oder anders gesagt: Ich erkläre mir die Welt, wie sie mir gefällt. Denn ich bin der festen Überzeugung, dass man sich gesund ernähren kann, während man nascht! Ja, das klingt eigenartig und möglicherweise sich gegenseitig ausschließend. ABER: in meinem hummelsüßen Leben kann man wertvolle Vitamine in und auf dem Kuchen haben. Wie bei diesem ACE-Kuchen mit Puddingfüllung. Alles Gesunde ist drin: Apfel, Möhre, Orange. Und übrigens auch oben drauf! Und ja, manchmal darf man anders sein und an etwas glauben, worüber andere nur lachen können. Aber sollen sie nur lachen - ich habe Kuchen! *muahaha*

Mit Pudding gefüllter ACE-Kuchen





Zugegeben, das war nun wirklich eine komische Einleitung für einen Post. Aber so ganz Unrecht habe ich nicht. Möhre, Apfel und Orange sind tatsächlich in diesem Kuchen. Und weil diese viele Vitamine enthalten, habe ich ihn ACE-Kuchen genannt. 

ACE-Kuchen für die Vitamine A, C und E. 

  • Vitamin A, oder auch Beta-Carotin ist, wie schon im Name angedeutet, in großen Mengen in Karotten/Möhren zu finden. Beta-Carotin ist ein immunstimulierendes Vitamin, das maßgeblich an der Immunabwehr beteiligt ist. 
  • Insbesondere in Zitrusfrüchten, wie der Orange ist viel Vitamin C. Das sollten wir im Winter viel zu uns nehmen. Denn Vitamin C ist ein wahres Kraftpaket: Es bindet freie Radikale und macht sie unschädlich, es entgiftet und steigert die gute Laune dank verbesserter Konzentrationsfähigkeit und Entspannung. 
  • Öle, Eier und Nüsse sind gute Vitamin E Lieferanten. Es ist ein Zellschutzmittel, dass insbesondere in Pflegedprodukten enthalten ist, da es die Haut vor freien Radikalen schützt.




Kurz gesagt: dieser ACE-Kuchen ist ein Gute Laune - Schönheit - Gesundheit Leckerbissen. So könnte man es sehen... Ja, der Pudding ist wohl eher etwas für die Hüfte. Aber wenn man sich schon so gesund ernährt, darf man sich auch mal mit etwas Süßem verwöhnen, oder?
Betrachte diesen Beitrag mit einem Augenzwinkern! Natürlich nimmt Dir der Kuchen nicht die Pflicht ab Dich gesund zu ernähren. Vor allem Obst und Gemüse müssen täglich in Deinem Essensplan stehen. Nur bin ich nicht der Typ, der mit erhobenen Zeigefinger maßregelt. Dafür ist dieser Blog nun wirklich nicht gedacht! Aber Obst und Gemüse dürfen sehr gern in einer gebackenen Nascherei sein. Und dieser ACE-Kuchen mit Puddingfüllung ist wirklich eine kleine Frucht-/Gemüsebombe, der Dich überzeugen wird!


Viel Spaß mit Deiner gesunden Ernährung *zwinker*
Deine Frau Hummelsüß





Zutaten

  • 125g laktosefreie Butter
  • 100g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier (XL)
  • 200g Weizenmehl, Typ 405
  • 2 TL Backpulver
  • 50ml Orangensaft
  • 1/2 großer Apfel
  • 1 mittelgroße Möhre
  • 125ml laktosefreie Milch
  • 1/2 Packung Backfeste Puddingcreme
  • 2 EL laktosefreier Frischkäse


Zubereitung

  1. Kastenform fetten. Ofen auf 175°C, Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Möhre und Apfel schälen. Apfel entkernen. Raspeln. Beiseite stellen.
  3. Butter mit Zucker und Salz schaumig rühren. Eier einzeln unterrühren. Mehl mit BAckpulver mischen. Mehl abwechselnd mit Saft unter die Butter-Ei-Masse rühren. Apfel- und Möhrenraspel unterheben. 
  4. Milch mit Puddingcreme nach Packungsanweisung zubereiten. Frischkäse unterrühren.
  5. 2/3 Teig in die Form füllen, dabei einen kleinen Rand hochstreichen. Puddingcreme in die Mitte füllen. Restlichen Teig darauf geben. Glatt streichen. Für ca. 1 Stunde backen. Auskühlen lassen.
  6. Mit Puderzucker, sowie Apfel-und Möhrenraspel verzieren.

Sonntag, 25. September 2016

Pizza = Liebe!

Wer hätte das gedacht? Der Sommer hat dieses Jahr beschlossen eine Extrarunde einzulegen. Eine super Sache, denn die Ernte ist reichlich. Zumindest dachte ich das, als ich von meiner Mama einen Eimer mit 3kg(!!!) Tomaten bekommen habe. Was man damit macht? Aromatische Tomatensoße! Eine grundlegende Soße, die mit Spaghetti keine weiteren Beilagen braucht. Denn so viel Aroma muss man richtig genießen. Die Soße ist besonders lecker für Pizza! Und schon bekomme ich wieder Herzchenaugen... selbstgemachte Pizza - ein Traum!

Homemade Pizza mit Tomatensoße



Bevor ich zu der Leckerei komme: Ich habe schon einmal angedeutet, dass ich ein großer Fan der "LECKER"-Zeitschriften bin! Die Sonderausgaben sind der absolute Hit. Besonders meine achso geliebte "LECKER-Trattoria, Special 2012 - N°2". Italienische cucina alla mamma-Rezepte: Nudeln, Lasagne, Ossobuco, Pizza... alles, was das mediterrane Herz begehrt! Genau aus dieser Zeitschrift habe ich schon mehrere Male das Pizzateig und Pizzasoßen-Rezept probiert (GENIAL!!!). Allerdings wandle ich die Tomatensoße so ab, dass ich sie einkochen kann. Das bedeutet, dass ich ohne Öl arbeite. Den Pizateig mag ich besonders knusprig. Deswegen verwende ich grobkörnige Mehle, Mehlmischungen oder Vollkornmehle. 



Selbstgemachte Pizza ist eben immer noch die Beste! Die Geschmacksunterschiede zu Tiefkühlprodukten sind wirklich enorm (heißt nicht, dass ich nicht zu TK-Pizza greife, wenn es mal schnell gehen muss). 
Pizzasoße selbst zu machen, ist ein wenig aufwendig. Schließlich müssen 3kg Tomaten gehäutet, klein geschnitten und gekocht werden. Aber ganz ehrlich: jede einzelne Minute lohnt sich! Ich muss jetzt schon aufpassen, dass noch 1-2 Gläser bis zum Winter übrig bleiben. Frische, aromatische Tomatensoße wenn draußen der Schnee fällt, ist ein kleines Sommerrevival. 
Übrigens: der Pizzateig lässt sich super einfrieren! Vielleicht setzt Du gleich etwas mehr Teig an und frierst einen Teil ein. Ein schnelles Essen für stressige Tage *zwinker*
Ich stelle Dir gleich das Rezept für die Tomatensoße und den Pizzateig vor. Außerdem zwei Varianten für einen tollen Belag: vegetarisch "Zucchini-Quattro Formaggi" und für Wurstliebhaber "Quattro salsiccia"!

Viel Spaß mit dieser italienischen Leckerei wünscht Dir
Deine Frau Hummelsüß





 

Die Tomatensoße


Zutaten
(für 6x 250ml Gläser)

  • 3kg reife Tomaten
  • 2 rote Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3-4 EL Balsamico-Essig
  • 1 EL getrockneter Oregano
  • 1 EL getrockneter Basilikum
  • Salz, Pfeffer, Zucker






Zubereitung

  1. Tomaten waschen. In einer großen Schüssel mit kochendem Wasser übergießen und ca. 10 Minuten ziehen lassen. (Nun vorsichtig arbeiten, damit Du Dich nicht verbrennst)
    Tomaten schälen, klein schneiden und dabei den Saft auffangen. 
  2. Zwiebeln und Knoblauch schälen und klein würfeln. In einem großen Topf OHNE ÖL auf mittlerer Hitze andünsten. Mit 3TL Zucker bestreuen und leicht karamellisieren lassen. Mit Balsamico-Essig ablöschen. Tomaten hinzufügen. Für ca. 45 Minuten auf mittlerer Hitze köcheln. Nach der Hälfte der Zeit Oregano und Basilikum hinzufügen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. In saubere Gläser füllen.
  3. Gläser in einen Einkochtopf stellen und soweit mit Wasser befüllen, dass die Gläser ca. 2cm im Wasser stehen. Wer keinen Einkochtopf hat, nimmt einen sehr großen Kochtopf und legt ein Gitter, oder ein Handtuch auf den Topfboden. Dann wie beschrieben verfahren.
    Aufkochen lassen und für 10-12 Minuten kochen. Dabei NICHT den Deckel öffnen. Mindestens 1 1/2 Stunden abkühlen lassen. Auch in dieser Zeit den Topfdeckel nicht abnehmen!!! 




 

 

Der Pizzateig


Zutaten
(für ca. 4 Pizzen)


  • 250g Dinkelmehl, Typ 630
  • 250g Weizenmehl, Typ 405
  • 1 Päckchen Trockenbackhefe
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 3 EL Olivenöl








Zubereitung

  1. Mehl in eine Schüssel geben. In die Mitte eine Mulde drücken. Trockenbackhefe, Salz, Zucker und 250ml lauwarmes Wasser in die Mitte geben. Mit etwas Mehl vom Rand vermengen. Zu einem nassen Vorteig verrühren. Für ca. 15 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
  2. Öl auf den Mehlrand geben. Zu einer Teigkugel vermengen. Für ca. 10 Minuten weiterkneten, sodass der Teig glatt und geschmeidig ist. Für ca. 40 Minuten an einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen, sodass sich der Teig verdoppelt. 
  3. Teig aus der Schüssel nehmen und auf leicht bemehlter Arbeitsfläche für weitere 10 Minuten kneten. Dabei den Teig ab und zu auf die Arbeitsfläche schlagen, um die Luft entweichen zu lassen. Teig in 4 oder 6 Portionen teilen. Diese zu Kugeln formen. Teigkugeln für weitere 10-15 Minuten ruhen lassen. 
  4. Ofen auf 220°C, Ober-und Unterhitze/alternativ 200°C Umluft vorheizen. Backbleche mit Backpapier auslegen. 
  5. Teigkugeln zu Pizzen ausrollen (mit Teigrolle, oder den Händen). Je nach Wunsch einen Rand formen. Mit Tomatensoße bestreichen und wie gewünscht belegen. Für 15 Minuten backen.

    Wer den Teig einfrieren will: ausrollen, in einem Gefrierbeutel einfrieren. Bei Gebrauch herausnehmen, auftauen, belegen, backen.




Belag: Zucchini- Quattro Formaggi (für 1 Pizza)

  • 50g Zucchini
    (gewaschen und in feine Scheiben geschnitten)
  • 1/2 Kugel laktosefreier Mozzarella
    (in dünne Scheiben geschnitten)
  • ca. 1-2 EL Feta
    (zerkrümelt)
  • ca. 1-2 EL laktosefreier Gouda
    (gerieben)
  • ca. 3 EL Parmesan
    (gerieben)






Belag: Quattro salsiccia (für 1 Pizza)

  • 2 große Scheiben Kochschinken
    (geviertelt)
  • 4-6 kleine Scheiben Salami
  • 2-3 dünne Scheiben Bacon
    (in Streifen geschnitten)
  • 2 Wiener Würstchen
    (gestiftet)
  • ca. 30g Gouda
    (gerieben, oder in dünne Scheiben geschnitten)

 

Mittwoch, 21. September 2016

VEGAN: Apfelkuchen mit Sahne-Karamell

Wenn der Herbst beginnt, dann schwelge ich in Kindheitserinnerungen. Früher wie heute liebe ich es mir einen heißen Kakao zu machen. Ein Herzenswärmer, der mich dann auf die Couch begleitet, wo mich die kuschelige Decke schon erwartet. Denke ich daran, kommt mir sofort ein ganz spezieller Geruch in die Nase: Apfelkuchen! So vertraut, dass ein zweites und drittes Kuchenstück nicht lang warten muss, um vernascht zu werden!


Veganer Apfelkuchen vom Blech, mit veganer Sahne-Karamellsoße




Ja, der Apfelkuchen ist vegan und auch das Sahne-Karamell. Wenn ich ehrlich bin, war das ein Zufall. Ich hatte keine Eier mehr im Kühlschrank für einen saftigen Mürbteig, oder einen Klecks Baiser. Da dachte ich mir: wenn schon, denn schon! Einmal eine große Schüssel Streusel zubereitet - natürlich mit pflanzlicher Butter- ist der Apfelkuchen vom Blech fast fertig. Ein Glas Apfelmus darauf gestrichen und mit Apfelspalten belegt - wunderbar! Und da ich ein großer Fan von Zimt bin, durfte eine Prise (oder auch ein großer Löffel) nicht fehlen. Du kannst die Karamellsoße auch weglassen. Nur mit Puderzucker bestäubt ist der Apfelkuchen ebenso super lecker!

Heute bin ich kein Freund der großen Worte. Ich schwelge lieber in schönen Erinnerungen und genieße dazu ein gutes Stück Apfelkuchen vom Blech. Einfach, solide, fruchtig - ein Kuchen wie von Mama oder Oma!

In der Hoffnung, dass Du solch schöne Erinnerungen mit mir teilst...
Deine Frau Hummelsüß







Zutaten
(für ein tiefes Backblech, ca. 30x40cm)



Für die salzige Karamellsoße
  • 100g Zucker
  • 30ml Wasser
  • 100g vegane Schlagcreme
  • 1 EL pflanzliche Butter
  • 1/2 TL Salz


  Für den Apfelkuchen
  • 650g Mehl
  • 150g Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 leicht gehäufter TL gemahlener Zimt
  • 350g weiche, pflanzliche Butter
  • 500g Apfelmus
  • 6-7 große Äpfel (ca. 1,2kg)
  • 2 EL Zucker





Zubereitung

  1. Den Zucker mit dem Wasser in einem Topf vermengen (Topf hin und her schwenken, bis der Zucker feucht ist, aber nicht mit Wasser bedeckt). Bei mittlerer Hitze OHNE RÜHREN bernsteinfarben karamellisieren. Topf kurz vom Herd nehmen. Die Schlagcreme unter ständigem Rühren hinzugeben. Vorsicht, kann stark sprudeln! Es kann sein, dass sich Klümpchen bilden, aber diese gehen schnell wieder weg. Karamell erneut erhitzen, dieses mal unter Rühren. Topf endgültig vom Herd nehmen und die Butter einrühren, bis sie vollständig geschmolzen ist. Karamell mit Salz abschmecken. In einem Glas abkühlen lassen.
    (Das Karamell ist heiß noch sehr flüssig. Je Kälter es ist, desto dicker wird es!)
  2. Ofen auf 175°C, Ober- und Unterhitze vorheizen. 
  3. Mehl mit Puderzucker, Salz und Zimt in einer großen Rührschüssel mischen. Pflanzliche Butter in Flöckchen dazugeben. Zunächst mit den Knethaken des Rührgerätes vermengen, dann mit den Händen zu Streuseln verarbeiten. Notfalls noch etwas Mehl hinzugeben. Nicht zu lang kneten, da die Streusel sonst kleben!
  4. Ein Backblech mit hohem Rand mit Backpapier auslegen. 2/3 der Streusel einfüllen und zu einem Boden andrücken. Dabei einen kleinen Rand hochziehen. Das Apfelmus daraufgeben und verstreichen. Äpfel waschen, schälen, vierteln und in dünne Scheiben schneiden. Fächerförmig auf das Apfelmus legen. Restliche Streusel darauf verteilen. Mit 2EL Zucker bestreuen. Für 45 Minuten backen.

Sonntag, 18. September 2016

Vegetarischer Sonntag - zu viel verlangt?

Heute biete ich deutscher Tradition die Stirn! Ob das gut geht?
Denn wenn wir mal ehrlich sind: nichts ist dem Deutschen wichtiger, als ein deftiges Sonntagsessen. Also Schweinebraten, Sauerbraten, Ente, Gans... Jedenfalls alles, was das Tierreich hergibt und mit Kartoffeln, Knödeln, oder Klößen zusammenpasst. Versteht mich nicht falsch, ich bin davon kein Verfechter. Im Gegenteil: ich bin Thüringerin! Ich liebe Rouladen, Kasseler, Klöße und Rotkraut. Aber das muss nicht immer sein. 
Um auch dem Cholesterinspiegel und den Fettwerten etwas entgegen zu kommen: Wie wäre es mit einem vegetarischen Sonntag? Denn die Herbsternte gibt uns leckeren Kürbis! Dazu Möhren und Kartoffeln (in etwas anderer Form)...absolut lecker! Überzeuge Dich selbst - es lohnt sich!


Vegetarische Schupfnudelpfanne aus dem Ofen: mit Kürbis, Möhren, Feta und Dip





Ja, das ist wirklich mein Ernst! Ein vegetarischer Sonntag. 
Um ehrlich zu sein, ist das für mich nichts Neues. Sonntag ist mein Brunch-Tag mit allem, was das Herz begehrt. Brötchen, Käse, Obst, Gemüse und dazu manchmal Pancakes, oder Suppe. Allerdings weiß ich, dass ich damit auf einem seltenen Posten stehe. Denn in der Regel wird in deutschen Haushalten am Sonntag gut gekocht. Das finde ich super! Ich möchte auch niemanden den Braten-Sonntag ausreden. Vielmehr geht es mir darum das Essverhalten zu beleuchten. Auch wenn Fleischliebhaber hier abschalten und den Hummelsüß-Tab schließen: es muss nicht immer Fleisch sein! Es geht auch mal ohne. Vielleicht war der Samstag schon zünftig? Der Körper freut sich, wenn es einen Tag später etwas ruhiger zugeht. Dafür habe ich hier ein tolles Rezept: deftig, ohne Schnickschnack und ein guter Sattmacher.





Zum Anfang: Schupfnudeln sind nichts anderes als Nudeln aus Kartoffeln. Lecker! Dazu saisonales Gemüse, wie Kürbis und Möhren. Natürlich kannst Du jedes Gemüse nehmen, dass Dir schmeckt. Brokkoli und Blumenkohl sind eine tolle Alternative! Auch Bohnen schmecken super zu Schupfnudeln. Damit diese Schupfnudel-Pfanne aus dem Ofen etwas hermacht, gibt es dazu einen selbst angerührten Dip aus Créme fraîche und als Topping Feta und Petersilie. Für die Scharfen unter uns: Jalapenos, oder Chilischoten wären sicher etwas für Euch *zwinker*
Ich kann Dir so viel verraten: mein Partner, ein eingesessener Fleischliebhaber, war danach richtig satt! Außerdem kamen keine Anmerkungen, dass dazu doch ein Steak passen würde. Warum also nicht etwas wagen und dem deutschen Sonntag einen neuen Anstrich verpassen?

In der Hoffnung, dass ich nicht zu viel wage *zwinker*
Deine Frau Hummelsüß




Zutaten
(für 3-4 Personen)

  • 1/2 mittelgroßer Hokkaido-Kürbis (ca. 600g)
  • 4 große Möhren
  • 2 Schalotten
  • 500g Schupfnudeln 
  • 4 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 200g laktosefreie Créme fraîche 
  • 3 EL laktosefreie Milch
  • 1 EL Multivitaminsaft
  • Salz, Pfeffer, Zucker, Paprika edelsüß
  • Petersilie zum Bestreuen
  • nach Belieben Feta



Zubereitung

  1. Ofen auf 190°C, Ober- und Unterhitze vorheizen. 
  2. Hokkaido und Möhren waschen. Innenteil des Hokkaido entfernen, sodass nur das harte Fruchtfleisch übrig bleibt. In ca. 2cm dicke Streifen schneiden. Möhren vierteln. Schalotten halbieren, schälen, vierteln. Zusammen mit den Schupfnudeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Mit Olivenöl betreufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Für ca. 30-40 Minuten in den Ofen geben. Die letzten 7-10 Minuten den Grill des Ofens anmachen. Die Schupfnudeln müssen leicht gebräunt und das Gemüse bissfest sein.
  3. In der Zwischenzeit den Dip herstellen. Dafür Créme fraîche mit Milch und Saft glatt rühren. Etwas Petersilie hacken und unterrühren. Mit Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß und Zucker abschmecken. 
  4. Gemüsepfanne mit Dip, Petersilie und Feta servieren.

Donnerstag, 15. September 2016

Spätsommerliche Mousse au chocolat

Mousse au chocolat: so seidig, wie das von den Lippen kommt, so schmeckt es auch! Luftig, cremig und einfach eine sündige Verführung. Der französische Dessertklassiker besteht grundsätzlich aus Eiweiß, Schokolade und Sahne. Diese hummelsüße Mousse habe ich etwas verändert und vereinfacht. Cornflakes-Gläser heraus und die vanillige weiße Schokolade. Hier kommt das fruchtig-frische Hummelsüß-Sommerdessert!


UPSIDE DOWN Halbgeeiste weiße Mousse au chocolat Muffins, mit Limette und Grapefruit Filets




Der Sommer hat sich einfach mal so entschlossen in die Verlängerung zu gehen. Mitten im September, wenn es draußen später hell und früher dunkel wird, sitzen wir auch abends 21 Uhr noch in Badeschlappen, T-Shirt und kurzer Hose im Freien. Ich finde das super! Denn das bedeutet für meinen süßen Gaumen: länger kalte Erfrischungen. Das muss aber nicht immer Eis sein. Wie wäre es mit einer Mousse au chocolat? Aber dieses Mal ohne die dunkle Schokolade. Bei hohen Temperaturen darf es gern die milde weiße Schokolade sein. Dazu ein paar Zitrusfrüchte, kurz in den Gefrierschrank und fertig ist das "Oh-wie-wunderbar"-Dessert!















Grapefruit ist unter Ernährungsbewussten der Geheimtipp um Abzunehmen. Denn die Inhaltsstoffe der Grapefruit kurbeln den Stoffwechsel an und unterstützen somit die Fettverbrennung. Prima - kann ich dann gleich noch Nachschlag haben? *zwinker*
Weil ich eine besonders cremige Mousse au chocolat haben wollte, habe ich das geschlagene Eiweiß weggelassen. Dadurch ist die Mousse vielleicht nicht so luftig, aber immer noch himmlisch! Damit daraus auch wirklich Muffins werden, habe ich der weißen Mousse au chocolat mit Cornflakes einen dünnen Boden verpasst. Mit Grapefruit-Filets und dem Limettenabrieb so sommerfrisch - ich kann gar nicht aufhören zu schwärmen!
Deswegen vernasche ich gleich noch einen halbgeeisten Muffin und lasse Dich mit dem Rezept allein. Keine Sorge: wie immer ganz einfach nachzumachen!

Sommerliche September-Grüße sendet Dir
Deine Frau Hummelsüß





Zutaten
(für 8 Stück)

  • 150g laktosefreie weiße Schokolade
  • 200g laktosefreie Schlagsahne
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Abrieb 1 Limette
  • 8 EL Cornflakes (z.B. mit Honig-Geschmack)
  • 1 Grapefruit



Zubereitung

  1. Schokolade in Stücke brechen und über dem heißen Wasserbad schmelzen. Auf Handwärme abkühlen lassen.
  2. Limette heiß abwaschen, trocken reiben und dünn die Schale abreiben. Die Sahne mit Vanillezucker und der Limettenschale steif schlagen.
  3. Schokolade in eine Schüssel füllen und die Sahne in mehreren kleinen Portionen unterheben. In die Muffinförmchen füllen. Pro Stück 1 EL Cornflakes auf die Mousse geben und leicht andrücken. In den Kühlschrank geben für mindestens 5 Stunden, am Besten über Nacht.
  4. Mousse-Muffins 2 Stunden vor dem Servieren in den Gefrierschrank geben.
  5. Grapefruit oben und unten gerade abschneiden. Schale mit einem scharfen Messer entfernen. Entlang der Innenhäute Grapefruit-Filets heraustrennen.
  6. Muffins aus den Förmchen lösen, sodass die Cornflakes der Boden sind. Zusammen mit den Grapefruit-Filets anrichten.

Dienstag, 13. September 2016

Zwiebelkuchen im handlichen Format

Es ist wieder soweit: die Zwiebel-Saison beginnt. Dann verwöhnen wir uns mit Zwiebelsuppe und Zwiebelkuchen. Genau diesen Klassiker habe ich neu interpretiert und in eine handlichere Form gebracht. Da nimmt man sich gern noch ein kleines Stückchen...


Zwiebelkuchen Muffins







Seien wir ehrlich: manche lieben es, manche könnten nur beim Name wegrennen. 
Zwiebelkuchen scheidet die Geschmacksgemüter. Aber welches Gericht tut das nicht? Ich bin da ganz ehrlich: Ich liebe Zwiebelkuchen, aber hasse Linsensuppe. So geht es Dir sicher auch: Du hast Deine Präferenzen und Deine "Geh-mir-bloß-weg-damit"-Gerichte *lach*
Allerdings hoffe ich darauf, dass ich mit meinem Zwiebelkuchen Rezept so manchen Leser und Follower umstimmen, oder überzeugen kann. Ich versuche es einmal:
Auf Dich warten absolut köstlich-saftige Zwiebelkuchen Muffins in einem lockeren Quark-Öl Teig. Natürlich darf krosser Speck nicht fehlen! Stell Dir vor, wie der Speck in der Pfanne zerlassen wird und die Kücke mit heimischen Gerüchen erfüllt. Wenn die Zwiebelkuchen Muffins im Ofen backen, wünscht man sich einen kleinen Happen stibitzen zu können und sich gemütlich mit einem Glas Weißwein in die Abendsonne zu setzen.

 
























Überzeugt? 
Noch nicht?
Vielleicht muss man manchmal ins kalte Wasser springen und etwas ausprobieren. Sonst kann man nicht behaupten, man hätte es nicht gekostet *zwinker*
Für alle, die Zwiebelkuchen genauso lieben wie ich: Ist das nicht ein Traum? Wir läuten entspannt den Herbst ein (obwohl der diesjährige heiße September alles andere als herbstlich ist), mit leckeren Zwiebelkuchen Muffins und einen Klecks erfrischender Créme fraîche! Die kleinen Besonderheiten machen einen Klassiker zu einer lohnenswerten Neuauflage. Also ran an die Muffinförmchen! Und keine Sorge: ich musste auch so einige Tränchen verdrücken! Zwiebeln schälen und schneiden ist (k)eine "traurige" Angelegenheit. Für diese Muffins? Immer wieder gern!


Deine Frau Hummelsüß







Zutaten
(für 12 Muffins)

  • 150g Dinkelmehl, Typ 630
  • 1 TL Backpulver
  • Salz, Pfeffer
  • 60g laktosefreier Quark
  • 50ml laktosefreie Milch
  • 50ml neutrales Öl, z.B. Sonnenblume


    Für die Füllung
  • 500g Zwiebeln
  • 125g gewürfelter Speck
  • 2 EL Öl
  • 100g laktosefreie Crème fraîche 
  • 1 großes Ei
  • Salz, Pfeffer, Muskat





Zubereitung

  1. Muffinform fetten.
    Aus Mehl, Backpulver, Gewürzen, Quark, Milch und Öl einen geschmeidigen Teig herstellen. Dabei nicht zu lang kneten, da er sonst klebt! Zu einer 30cm langen Rolle formen. 12 gleich große Stücke abteilen und in die Muffinförmchen drücken. Dabei entlang der Form einen Rand hochziehen. 
  2. Ofen auf 180°C, Ober- und Unterhitze vorheizen.  
  3. Zwiebeln schälen, halbieren und dünne Scheiben schneiden. Speck in einer Pfanne auslassen. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Öl in der Pfanne erhitzen. Zwiebeln darin ca. 12-15 Minuten dünsten (mittlere Hitze), ohne sie zu bräunen!
  4. Crème fraîche mit Ei glatt rühren und mit Salz, Pfeffer, Muskat abschmecken. Zwiebeln mit Speck vermengen, auf die Muffins verteilen. Guss esslöffelweise darüber geben.
    Für 25-30 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen. Mit Crème fraîche servieren.

Freitag, 9. September 2016

Multikulti mit Karamell, Panna Cotta und Feigen

Ich bin noch ganz im Freudentaumel. Denn ich habe mich meiner größten Backangst gestellt und Karamell zubereitet. Wie viele Male das schon schief gelaufen ist - ich kann es gar nicht mehr zählen. Mein Problem war, dass ich gar nicht erst zu dem Punkt von farbigen, geschmolzenen Zucker gekommen bin. Mein Zucker hatte sich bisher entschieden zu kristallisieren und mich klümpchenförmig in den Wahnsinn zu treiben. 
Aber aufgepasst: ich habe es endlich durchschaut. Ab jetzt kann auch ich das bernsteinfarbene, süße Glück genießen. Diesen Moment möchte ich mit Dir teilen :)


Panna Cotta Torte mit salziger Karamellsoße und Feigen




  Das ist eine spätsommerliche Torte, wie ich sie mir wünsche! Buttriger Boden, vanillesüße Creme und von der Sonne geküsste Früchte. Aber viel wichtiger für eine Sommertorte: der Ofen hat Pause! Wir wenden uns lieber dem Kühlschrank zu. Das bedeutet für das "Backen" (eigentlich sollte man hier "Rührkühlen" sagen, oder so etwas ähnliches) eine gute Zeiteinteilung. Am Vortag zubereitet, hat man am Tag des Vernaschens absolut keinen Stress! Und mal ehrlich: wer will schon Stress?


Ich muss zugeben, dass ich bisher kein großer Freund von Feigen war. Aber seit dieser Torte: Her mit den Feigen, ich tunke sie in Karamell! *zwinker*
Irgendwie wird mit Karamell vieles besser: Popcorn, Schokolade, Eis, Schokoriegel, Bonbons. Naja, ich habe mir damit die Feigen schöner gemacht. Klingt irgendwie gemein. Denn eigentlich sind Feigen sehr hübsch. Ein Farbenspiel aus grün und violett bis hin zu dunklem, verführerischem Lila. In Kombination mit Karamell und einer cremigen Vanille-Panna Cotta der absolute Hit! Also holen wir uns ein kleines Stück Obst-Orient nach Hause und machen es mit einem italienischen Dessert bekannt. Dazu gesellt sich der amerikanische Liebling Karamell und der deutsche Naschfreund Butterkeks. 

Guten Appetit mit dieser multikulti-Torte!
Deine Frau Hummelsüß







Zutaten
(für ca. 10 Tortenstücke)

Für den Boden
  • 130g laktosefreie Butterkekse
    (oftmals sind Vollkornkekse laktosefrei. Schau einfach mal auf die Zutatenliste!)
  • 60g laktosefreie Butter

Für die Panna Cotta
  • 400g laktosefreie Sahne
  • 2 EL Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 4 Blatt Gelatine
  • 200g laktosefreie Sahne

Für das Karamell-Topping
  • 100g Zucker
  • 40ml Wasser
  • 100g laktosefreie Sahne
  • 1 EL laktosefreie Butter
  • 1/2 TL Salz
  • 4 Feigen

Zubereitung

  1. Am besten am Vortag die Karamellsoße zubereiten!
    Dafür den Zucker mit dem Wasser in einem Topf vermengen (Topf hin und her schwenken, bis der Zucker feucht ist, aber nicht mit Wasser bedeckt). Bei mittlerer Hitze OHNE RÜHREN bernsteinfarben karamellisieren. Topf kurz vom Herd nehmen. Die Sahne unter ständigem Rühren hinzugeben. Vorsicht, kann stark sprudeln! Es kann sein, dass sich Klümpchen bilden, aber diese gehen schnell wieder weg. Karamell erneut erhitzen, dieses mal unter Rühren. Topf endgültig vom Herd nehmen und die Butter einrühren, bis sie vollständig geschmolzen ist. Karamell mit Salz abschmecken. In einem Glas abkühlen lassen.
    (Das Karamell ist heiß noch sehr flüssig. Je Kälter es ist, desto dicker wird es!)
  2. Einen Springformrand mit einem Durchmesser von 18cm auf eine Tortenplatte stellen. Derweil die Butter bei geringer Hitze schmelzen. Die Kekse in eine Gefrierbeutel füllen und mit einer Teigrolle darüber fahren, bis alles fein krümelig ist. Kekse mit Butter vermengen. In der Form zu einem Boden andrücken. Mindestens 30 Minuten kalt stellen.
  3.  Zwischenzeitlich die Vanilleschote längs halbieren und das Mark herauskratzen. Zusammen mit dem Zucker und 400g Sahne sprudelnd aufkochen, dann für 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln. Ab und zu umrühren. Vom Herd nehmen.
  4. Gelatine in kaltem Wasser einweichen, bis sie sich stark wellt. Ausdrücken und in der noch heißen Sahne schmelzen. Abgedeckt bei Zimmertemperatur herunterkühlen. Anschließend für 30 Minuten in den Kühlschrank geben, bis die Panna Cotta beginnt zu gelieren.
    Restliche 200g Sahne steif schlagen. Unter die Panna Cotta heben. In die Form füllen und für mindestens 4 Stunden kühlen.
  5. Mit einem Messer vorsichtig die Torte vom Springformrand lösen.
    Feigen heiß abspülen und trocken reiben. Feigen ganz lassen, oder zerschneiden. Wahlweise in das Karamell tunken, oder Feigen auf der Torte anrichten und mit Karamell beträufeln.

Dienstag, 6. September 2016

Limo - gebacken!

Auf was stehst du so? Süße Orange, spritzige Zitrone, bittersüße Grapefruit? 
Die Rede ist natürlich von Limonade. Manchmal stehe ich vor den großen Einkaufsregalen der Supermärkte und möchte mich einmal von oben bis unten durchkosten. Denn mal abgesehen von den Zitrusfrüchten gibt es Limos in Geschmacksvarianten, die Dir schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammentreiben (noch schlimmer, wenn Du gerade den 35°C im Schatten entflohen bist): Waldfrucht, Rhabarber, Beerenmix... Ich könnte mich nicht entscheiden. 
So erfrischend Limo im Sommer ist, so vielseitig einsetzbar ist sie auch in der Backstube! Hier meine exotische Varainte:


Limo-Maracuja Mini Cupcakes, mit Saure Sahne Frosting




Die machen doch ganz schön was her, oder? Mich haben diese kleinen Küchlein auf jeden Fall überzeugt. Dank der Kohlensäure in der Limonade und in Verbindung mit dem Backpulver ist der Teig so fluffig, dass man meinen könnte in eine Wolke zu beißen. Sehr theatralisch ausgedrückt, aber besser kann man es nicht beschreiben *zwinker*
Dazu die Frische der Maracuja und als cremiger Kontrast ein leichtes Saure Sahne Frosting. Natürlich kannst Du Dich für jede andere Limo entscheiden. Die Auswahl ist ja bekanntlich groß! :)
Ach, was soll ich lange Reden schwingen. Überzeuge Dich einfach selbst von dieser süßen Sommernascherei!

Guten Appetit!
Deine Frau Hummelsüß 



 
 
























 


Zutaten
(für ca. 30 Mini-Cupcakes)
 
  • 125g weiche, laktosefreie Butter
  • 80g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 150g Weizenmehl, Typ 405
  • 2 TL Backpulver
  • 100ml Citrus-Limonade
  • 1 Passionsfrucht/Maracuja


    Für das Frosting
  • 100g weiche, laktosefreie Butter
  • 6 EL gesiebter Puderzucker
  • 100g stichfeste Saure Sahne 
  • 1 Passionsfrucht/Maracuja




Zubereitung

  1. Ofen auf 175°C, Ober-und Unterhitze vorheizen. Mini-Muffinförmchen fetten und mehlen, oder mit Papierförmchen auskleiden (ebenso praktikabel sind zugeschnittene Butterbrotpapierstücke). 
  2. Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz luftig aufschlagen. Eier einzeln unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und im Wechsel mit der Limonade unter die Ei-Masse geben. Passionsfrucht halbieren. Fruchtfleisch mit einem Löffelauskratzen und unter den Teig rühren. Teig auf die Förmchen verteilen. Für ca. 12 Minuten backen. Auskühlen lassen.
  3.  Für das Frosting die Butter mit zunächst 3EL Puderzucker sehr luftig aufschlagen. Saure Sahne esslöffelweise unterschlagen. Restlichen Puderzucker unterschlagen, um die Creme dicker abzubinden. In einen Spritzbeutel mit gewünschter Tulle füllen und jeden Muffins mit einem Cremetuff verzieren. Passionsfrucht halbieren. Fruchtfleisch über die Cupcakes träufeln. Mit Fähnchen verzieren. 
 
 

Donnerstag, 1. September 2016

Mein Dankeschön

"Vor Kurzem habe ich mir selbst ein Geschenk gemacht! Die letzte Zeit war hart und da habe ich entschlossen, dass ich mir das mal gönnen kann!" 
"Hm...klingt schon ein bisschen selbstverliebt!"

Man ist jemandes Kind, Enkel, Partner, Freund, Angestellter, Kollege, Feind... und so weiter! Wir erfüllen verschiedene Rollen und viele Rollen erfüllen wir gern. Was wir dabei allzu oft vergessen: man ist immer noch Mensch! Eine eigene Person, die Zuwendung, Ansporn, Liebe und Aufmerksamkeit braucht - von sich selbst! Die Person, die uns am Wichtigsten sein sollte, ist die Eigene. Wie der italienische Dichter Giacomo Graf Leopardi sagte: "Der Mensch, welcher sich selbst nichts mehr wünscht und sich selbst nicht mehr liebt, taugt auch für andere nichts!"


Vegane Pfirsich-Heidelbeer Pie




Warum ich heute einen so tiefgründigen Beitrag schreibe? 
Ich habe mein Masterstudium beendet. 5 Jahre, 1825 Tage, oder 43.800 Stunden Hausarbeiten schreiben, Vorlesungen besuchen, Mitschriften anfertigen, für Klausuren lernen, Bachelor- und Masterarbeit schreiben sind nun vorbei. Ein wichtiger Lebensabschnitt hat sein Ende gefunden. Solche Momente bringen verschiedene Gefühle und Gedanken mit sich. Da stand ich nun, mit meinem Masterarbeitgutachten in der Hand. Und alles woran ich denken konnte, war: Ich habe so viel Anstrengung, Schweiß, Tränen, Verzweiflung, Enttäuschung und Freude in dieses Studium gesteckt. Das Lernen und Verstehen musste ich für mich selbst schaffen. Also ist es an der Zeit, dass ich mir für diesen Kraftakt danke. 


























 
Es besteht ein großer Unterschied zwischen der Tatsache sich selbst zu lieben und ein Egoist zu sein. Man könnte sagen, dass Selbstliebe den Menschen erhält und andauernder Egoismus ihn zerstört. Das trifft es wohl am Besten! Im Sinne Leopardis ist die Selbstliebe die Grundlage für die Liebe zu anderen Menschen. Also fangen wir bei unserer eigenen Person an! Würdigen wir das, was wir bereits geleistet haben, jeden Tag bewältigen und in Zukunft leisten werden. Wir selbst können uns am Besten vorantreiben, beruhigen, oder erfreuen. Und für all diese Taten hat man sich selbst ein großes Dankeschön verdient!





Ihr kennt mich: Ich bin eine Naschkatze! Backen und Kochen sind meine Leidenschaften, die ich für verschiedene Anlässe einsetze. Geburtstage, Hochzeiten, Geburten... also das gesamte große Repertoire. Aber dieses Mal war ich selbst an der Reihe! Dieses Mal würde es einen Gaumenschmaus geben, der meinen Namen trägt. Dieses Mal ein Backwerk, dass für mich selbst gemacht wurde. Also knetete ich den Teig zurecht, rührte die Rote Grütze an und bereitete mein Lieblingssommerobst vor: Pfirsiche und Heidelbeeren. Herausgekommen ist eine vegane Pie - und ganz offensichtlich mit Liebe gemacht ;)
Es war ein tolles Gefühl Zutaten zu vermengen, Obst zu schneiden und nebenbei alles abzuschmecken für den eigenen Geschenk-Moment. Spaßig war das Ausstechen von Blumen, Sternen und Rauten aus Teigresten. Die Küche war erfüllt von süßem Geruch, als der Pie im Ofen eingeheizt wurde. Doch der beste Moment kam später: Kuchen anschneiden, Gabel hineinstecken und genießen! Ein Sommerfeuerwerk für den Gaumen - den ich dann sehr gern mit meinen Liebsten teilte *zwinker*


Deine Frau Hummelsüß






Zutaten


Für den Teig
  • 140g Weizenmehl, Typ 405
  • 3 TL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 100g kalte Pflanzenmargarine
  • 1 TL Balsamico-Essig
  • ~30ml kaltes Wasser

Für den Belag
  • 300ml Wasser
  • 1 Päckchen Rote Grütze-Pulver
  • 3 EL + 1EL Zucker
  • 1 Limette
  • 4-5 reife Pfirsiche
  • 150g Heidelbeeren


Außerdem
kleine Tarteform mit Hebeboden (Durchmesser 20cm), eventuell Ausstecher




Zubereitung

  1. Mehl mit Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Butter in Flöckchen dazugeben. Erst mit den Knethaken des Rührgeräts zu einem grobkrümeligen Teig verkneten. Balsamico-Essig dazu geben, sowie nach und nach das Wasser (aber nur so viel, dass daraus einer geschmeidiger Teig entstehen kann!). Mit den Händen kurz zu einem glatten Teig verkneten. 2/3 des Teigs auf leicht bemehlter Arbeitsfläche etwas größer als die Tarteform ausrollen. In die Form geben und einen Rand hochziehen. Restlichen Teig in Frischhaltefolie wickeln.
    Beides für ca. 45 Minuten kalt stellen.
  2. Rote Grütze nach Packungsanweisung zubereiten, aber nur mit 300ml Wasser und 3EL Zucker! Direkt auf die Oberfläche der Grütze Frischhaltefolie legen, sodass keine Haut entstehen kann. Beiseite stellen.
  3. Pfirsiche und Heidelbeeren waschen. Limette heiß abwaschen, trocken reiben und Schale grob abraspeln (nicht das Weiße unter der Schale!). Anschließend auspressen. Schale und Saft in eine Schüssel geben.
  4. Ofen auf 200°C, Ober- und Unterhitze vorheizen.
    Pfirsiche vierteln, entkernen und Schale entfernen. In Scheiben schneiden, mit dem Limettensaftmix und 1 EL Zucker verrühren.
  5. Form und restlichen Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Restlichen Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche dünn ausrollen. Muster einschneiden, oder Ausstecher verwenden.
    Rote Grütze auf den Pieboden geben, glatt streichen. Pfirsiche darauf anrichten. Heidelbeeren darüber streuen. Musterdeckel darauf legen, Überstehendes abschneiden und Deckel an den Teigrand drücken.
    Für ca. 45 Minuten backen, eventuell nach 30 Minuten abdecken.