Sonntag, 18. September 2016

Vegetarischer Sonntag - zu viel verlangt?

Heute biete ich deutscher Tradition die Stirn! Ob das gut geht?
Denn wenn wir mal ehrlich sind: nichts ist dem Deutschen wichtiger, als ein deftiges Sonntagsessen. Also Schweinebraten, Sauerbraten, Ente, Gans... Jedenfalls alles, was das Tierreich hergibt und mit Kartoffeln, Knödeln, oder Klößen zusammenpasst. Versteht mich nicht falsch, ich bin davon kein Verfechter. Im Gegenteil: ich bin Thüringerin! Ich liebe Rouladen, Kasseler, Klöße und Rotkraut. Aber das muss nicht immer sein. 
Um auch dem Cholesterinspiegel und den Fettwerten etwas entgegen zu kommen: Wie wäre es mit einem vegetarischen Sonntag? Denn die Herbsternte gibt uns leckeren Kürbis! Dazu Möhren und Kartoffeln (in etwas anderer Form)...absolut lecker! Überzeuge Dich selbst - es lohnt sich!


Vegetarische Schupfnudelpfanne aus dem Ofen: mit Kürbis, Möhren, Feta und Dip





Ja, das ist wirklich mein Ernst! Ein vegetarischer Sonntag. 
Um ehrlich zu sein, ist das für mich nichts Neues. Sonntag ist mein Brunch-Tag mit allem, was das Herz begehrt. Brötchen, Käse, Obst, Gemüse und dazu manchmal Pancakes, oder Suppe. Allerdings weiß ich, dass ich damit auf einem seltenen Posten stehe. Denn in der Regel wird in deutschen Haushalten am Sonntag gut gekocht. Das finde ich super! Ich möchte auch niemanden den Braten-Sonntag ausreden. Vielmehr geht es mir darum das Essverhalten zu beleuchten. Auch wenn Fleischliebhaber hier abschalten und den Hummelsüß-Tab schließen: es muss nicht immer Fleisch sein! Es geht auch mal ohne. Vielleicht war der Samstag schon zünftig? Der Körper freut sich, wenn es einen Tag später etwas ruhiger zugeht. Dafür habe ich hier ein tolles Rezept: deftig, ohne Schnickschnack und ein guter Sattmacher.





Zum Anfang: Schupfnudeln sind nichts anderes als Nudeln aus Kartoffeln. Lecker! Dazu saisonales Gemüse, wie Kürbis und Möhren. Natürlich kannst Du jedes Gemüse nehmen, dass Dir schmeckt. Brokkoli und Blumenkohl sind eine tolle Alternative! Auch Bohnen schmecken super zu Schupfnudeln. Damit diese Schupfnudel-Pfanne aus dem Ofen etwas hermacht, gibt es dazu einen selbst angerührten Dip aus Créme fraîche und als Topping Feta und Petersilie. Für die Scharfen unter uns: Jalapenos, oder Chilischoten wären sicher etwas für Euch *zwinker*
Ich kann Dir so viel verraten: mein Partner, ein eingesessener Fleischliebhaber, war danach richtig satt! Außerdem kamen keine Anmerkungen, dass dazu doch ein Steak passen würde. Warum also nicht etwas wagen und dem deutschen Sonntag einen neuen Anstrich verpassen?

In der Hoffnung, dass ich nicht zu viel wage *zwinker*
Deine Frau Hummelsüß




Zutaten
(für 3-4 Personen)

  • 1/2 mittelgroßer Hokkaido-Kürbis (ca. 600g)
  • 4 große Möhren
  • 2 Schalotten
  • 500g Schupfnudeln 
  • 4 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 200g laktosefreie Créme fraîche 
  • 3 EL laktosefreie Milch
  • 1 EL Multivitaminsaft
  • Salz, Pfeffer, Zucker, Paprika edelsüß
  • Petersilie zum Bestreuen
  • nach Belieben Feta



Zubereitung

  1. Ofen auf 190°C, Ober- und Unterhitze vorheizen. 
  2. Hokkaido und Möhren waschen. Innenteil des Hokkaido entfernen, sodass nur das harte Fruchtfleisch übrig bleibt. In ca. 2cm dicke Streifen schneiden. Möhren vierteln. Schalotten halbieren, schälen, vierteln. Zusammen mit den Schupfnudeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Mit Olivenöl betreufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Für ca. 30-40 Minuten in den Ofen geben. Die letzten 7-10 Minuten den Grill des Ofens anmachen. Die Schupfnudeln müssen leicht gebräunt und das Gemüse bissfest sein.
  3. In der Zwischenzeit den Dip herstellen. Dafür Créme fraîche mit Milch und Saft glatt rühren. Etwas Petersilie hacken und unterrühren. Mit Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß und Zucker abschmecken. 
  4. Gemüsepfanne mit Dip, Petersilie und Feta servieren.

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