Dienstag, 25. Oktober 2016

Gerollt, gefüllt - geschafft!

Nun habe ich es auch schwarz auf weiß: ich bin eine Masterette! 3 Jahre Bachelorstudium und 2 Jahre Master. Ganze 5 Jahre hat es gedauert den akademischen Grad in der Tasche zu haben. Und weil das nicht immer ein "Zuckerschlecken" war, sollte es zur Feier des Tages das richtige Zuckerschlecken werden. Ich nahm mir ein Projekt vor, das mich bisher in ehrwürdiges Schweigen versetzte: eine Biskuitrolle backen. Und jetzt, wo ich es doch gewagt habe, habe ich gleich etwas dazu gelernt: keine Angst haben, sondern machen! Das klappt schon irgendwie *zwinker*

Gewürz-Apfel Biskuitrolle, mit Zimt-Mascarpone





Zugegebnermaßen klingt das nach einem weihnachtlichen Rezept. Da wir aber in gerade einmal zwei Monaten mit vollgeschlagenem Bauch auf der Couch sitzen werden und unseren Weihnachtsbaum bewundern, kann man dieses aromatische Backen schonmal vorziehen! Außerdem wollte ich die herrlichen Äpfel meiner Schwiegereltern aus dem heimischen Garten verwerten. So saftig... BIO-Äpfel in Reinform! Und bei Äpfeln lag der Gedanke an Zimt sehr nah. Das ist doch irgendwie einleuchtend, oder?
Da ich den Masterette-Tag mit meiner Familie verbrachte, gebe ich offen und ehrlich zu, dass ich mich ausgerechnet an diesem Tag getraut habe eine Biskuitrolle zu backen, weil meine Mama da war. Mit ihrer jahrzehntelangen Backerfahrung hätte sie sofort einschreiten und mir die Schneebesen-Leviten lesen können. Nein, Spaß. Eigentlich hat sie genau richtig reagiert: sie hat mir über die Schultern geschaut, aber mich machen lassen. Denn einfach so ins kalte Wasser zu springen, ist manchmal die beste Art zu lernen. 
Als der Teig fertig gebacken war...was soll ich sagen: Herzchenaugen! Das hat wirklich super geklappt. Lustig wurde es dann als es um die Dekoration der Rolle ging: 2 Frauen, die über einem Gebäckstück die Köpfe zusammensteckten rund um die Frage: "Wie bekommen wir jetzt die spitzen Tuffs hin?" So einige Backuntensilien wurden dann zu Rate gezogen. Aber schlussendlich war es die einfachste Lösung: ein Gefrierbeutel. Warum einfach, wenn es auch umständlich geht? *lach*
Der Geschmack? Nein, da greife ich nichts vorweg! Spring' ins kalte Wasser - es lohnt sich 1000 Mal! 

Deine Frau Hummelsüß 




 











 





Zutaten
(für ca. 12 Scheiben)

  • 3 Eier
  • 60g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 80g Weizenmehl, Typ 405
  • 1 TL Backpulver
  • 1 gut gehäufter TL Spekulatiusgewürz
  • 2 EL Zucker
  • 100g weiche, laktosefreie Butter
  • 100g gesiebter Puderzucker
  • 1 TL Zimt
  • 500g laktosefreie Mascarpone
  • 3 mittelgroße Äpfel
  • 1 EL Zitronensaft



Zubereitung

  1. Ofen auf 180°C, Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. 
  2. Eier trennen. Eiweiß mit Zucker und Salz sehr steif schlagen. Eigelbe unterheben. Mehl mit Backpulver und Spekulatiusgewürz mischen. In 3 Portionen über den Eischnee sieben und vorsichtig unterheben. Biskuitteig auf dem Backblech verteilen und glatt streichen. Für 12 Minuten backen. 
  3. Ein Küchentuch mit 2 EL Zucker bestreuen. Den gerade fertig gebackenen Biskuit aus dem Ofen nehmen, auf das Küchentuch stürzen und vorsichtig das Backpapier abziehen. Nun von der Längsseite dicht einrollen. Abkühlen lassen. 
  4. Puderzucker mit Zimt mischen. Mit der Butter schaumig aufschlagen. Mascarpone esslöffelweise unterrühren. Äpfel waschen, schälen, vierteln und entkernen. In kleine Würfel schneiden. Mit dem Zitronensaft vermengen.
  5. Biskuit vorsichtig entrollen. 2/3 Mascarponecreme auf den Biskuit streichen. Dabei zu den Seiten ca. 1cm frei lassen. Äpfel darauf verteilen. Eng aufrollen und vom Küchentuch entfernen. Auf eine Kuchenplatte setzen.
  6. Restliche Creme in einen Gefrierbeutel füllen und die Spitze klein abschneiden. Mehrere kleine Tuffs auf die Rolle setzen. Nach Belieben verzieren.

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