Samstag, 31. Dezember 2016

Rückblick mit Cranberry Likör

Ein turbulentes, aufregendes, trauriges, zwiegespaltenes, hoffnungsvolles, hoffnungloses und aufwühlendes Jahr 2016 neigt sich dem Ende. Ich weiß nicht, wie ich die letzten 365 Tage einordnen soll. Die Welt schwankt zwischen großer Einigkeit und auf einer Kluft, die unüberbrückbar scheint. Es gab dieses Jahr viele Momente in denen man den Menschen die Menschlichkeit absprach. Für mich persönlich war es ein Jahr, das ich gern hinter mir lassen möchte. So viel Neues ist auf mich eingeströmt. Momente haben mich an meine Grenzen gebracht und mir manchmal die Hoffnung geraubt. 
Umso positiver sehe ich dem Jahr 2017 entgegen. Begrüßen wir es mit offenen Armen und stoßen wir schon jetzt auf das "bergauf" an. Rutscht gut hinein und bleibt gesund! Verliert den Humor nicht und vergesst nicht, dass die kleinen Dinge im Leben uns dazu bringen freudestrahlend die Krone zu richten und weiterzumachen. Ich freue mich Dich im neuen Jahr wiederzusehen und verspreche Dir, dass Hummelsüß Deinen Weg weiter begleiten wird. Denn genug habe ich noch lang nicht! Im Gegenteil - jetzt werden die Ärmel hochgekrempelt :)

Cranberry-Apfel Likör mit Zimt








Zutaten
(für ca. 1,5 Liter Likör)

  • 650ml Cranberrysaft (ungesüßt)
  • 300g weißer Zucker
  • 750g Äpfel
  • 2 Zimtstangen
  • 600ml Klarer


Zubereitung

  1. Cranberrysaft mit dem Zucker und den Zimtstangen in einen Topf geben. 
  2. Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. In den Saftmix geben. 
  3. Cranberry-Apfel Mix einmal sprudelnd aufkochen, dann ca. 15 Minuten köcheln lassen. 
  4. Zimtstangen entfernen. Rest in ein hohes Gefäß füllen und pürieren. Durch ein feines Sieb streichen. 
  5. Cranberry-Apfel Mix mit der Spirituose mischen und in saubere Flaschen füllen. Mindestens 2 Wochen ziehen lassen.

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Salzige Zimt-Knabberei

Diese feine Knabberei hat mir ein Weihnachten im salzig-süßen Zimtrausch verpasst hat. Es war ein Gaumenfeuerwerk von dem ich absolut nicht genug bekommen konnte. Ich gebe es zu: ich habe genascht und dafür das Abendbrot ausfallen lassen. Aber bei diesen tollen karamellisierten Zimt-Salzbrezn ist das kein Wunder! Und mal so nebenbei: ich würde es immer wieder tun *mampf*

Süße Salzbrezn mit Zimt




Die fantastische Jeanny von "Zucker, Zimt und Liebe" hat diese süßen Salzbrezn allen zum Nachmachen vorgestellt. Und dafür bin ich ihr mehr als dankbar. So ein schnelles und leckeres Rezept darf man der Welt nicht vorenthalten. Danke, Jeanny! :)
Für meine Salzbrezn habe ich das Originalrezept leicht abgewandelt. Aber das kannst Du natürlich nach deinem Geschmack ganz frei gestalten. Die Salzbrezn eignen sich nicht nur prima als Topping für das Apfel-Chai Dessert mit Vanillequark [klick], sondern auch als kleiner Snack zur heißen Chai-Milch aus dem vorherigen Beitrag. Ich freue mich schon darauf die erfreuten Augen der Freunde zu sehen, wenn am Silvesterabend der Wunsch nach etwas Süßem aufkommt. Vielleicht ergeht es ihnen dann so wie mir. Denn es kann tatsächlich passieren: Das man sein Herz an eine Knabberei verliert!

Guten Appetit!
Deine Frau Hummelsüß


  





Zutaten

  • 250g Salzbrezn
  • 1 Eiweiß
  • 150g weißer Zucker
  • 2 TL gemahlener Zimt
  • 1 Messerspitze Muskatnuss
  • 1 Prise gemahlener Pfeffer


Zubereitung

  1. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 160°C, Ober- und Unterhitze vorheizen. 
  2. Zucker, Zimt, Muskatnuss und Pfeffer in einer weiten Schüssel mit Deckel mischen. 
  3. Das Eiweiß schaumig, aber nicht zu festem Eischnee schlagen. Salzbrezn dazu geben und verrühren, sodass die Brezn vom geschlagenen Eiweiß benetzt sind. 
  4. Brezn in die Zuckermischung geben, Deckel auf der Schüssel festmachen und nun alles schütteln, damit die Brezn gut gezuckert sind. 
  5. Brezn auf die Backbleche verteilen und im Ofen auf den obersten Schienen einführen. Für 20 Minuten backen. Nach 10 Minuten die Bleche in ihren Höhen wechseln, sodass alle Brezn gut bräunen.    

Homemade Chai

Im letzten Beitrag wurde es löffelweise sündig. Das Apfel-Chai Dessert ist so köstlich - ich schwärme noch immer davon! Damit Du dieses leckere und einfache Dessert zu Hause nachmachen kannst, fehlen Dir noch 2 wichtige Zutaten: der Chai-Sirup und die karamellisierten Salzbrezn. Und darauf solltest Du wirklich nicht verzichten. Der selbstgemachte Chai-Sirup ist ein Aromenwunder, das jeden Tee und jede heiße Milch zu etwas ganz Besonderem macht. Und die Salzbrezn...hachja, die Salzbrezn. Es passiert tatsächlich: man kann sein Herz an eine Knabberei verlieren! Aber dazu im zweiten Beitrag mehr. Hier erst einmal das flüssige Glück:


Heiße Chai-Milch, mit selbstgemachten Chai-Sirup




Meine beste Freundin, Seelenverwandte, offenes Ohr 365 Tage im Jahr und einfach Lieblingsmensch hegt eine kleine Leidenschaft für Chai. Deswegen gab es diesen auch für sie zum Weihnachtsfest. Aber nicht gekauft - wo denkst Du hin? Natürlich selbstgemacht! Und das hat auch einen bestimmten Grund: Was die Zutaten des Sirups angeht, kann man so variieren das es der eigene weltbeste Chai-Sirup wird. Wer es besonders kräftig mag, nimmt eine starke Schwarztee Sorte und verwendet vielleicht vier statt drei Teebeuteln. Ich habe mich für einen Schwarztee mit Zitronen- und Bergamotten Aroma entschieden. Dadurch wird der Sirup etwas fruchtiger. Was man meiner Meinung nach nie genug im Chai Sirup haben kann: Zimt, Zimt und nochmals Zimt. *lach*





Ich habe mir den Chai Sirup als warmer Seelenwärmer zum Nachmittagskaffee gegönnt: Dafür einfach 200ml laktosefreie Milch erwärmen, je nach Geschmack 1-2 Esslöffel Sirup unterrühren. Das Ganze mit einer ordentlichen Portion Sahne krönen und einer Prise Zimt. Dazu gab es die süßen Salzbrezn im zweite Beitrag. 
Vielleicht hast Du schon eine Idee welchen Silvesterdrink Du mit dem Chai Sirup aufhübschen möchtest? Lass es mich wissen - darauf freue ich mich schon!

Viel Spaß und fröhliches Genießen wünscht Dir 
Deine Frau Hummelsüß




Zutaten
(für ca. 700ml Sirup)

  • 700ml Wasser
  • 3 Beutel Vanillezucker
  • 170g Rohrohrzucker 
  • 3 Beutel Schwarztee
  • 1 Vanilleschote
  • 2 Zimtstangen
  • 4 Pfefferkörner
  • 2 Nelken, ganz
  • 1 Prise Muskat


Zubereitung

  1. Das Wasser mit dem Rohrohrzucker und dem Vanillezucker in einen mittelgroßen Topf geben. Teebeutel hineinhängen. Vanilleschote längsaufschneiden und mit der Messerspitze das Mark herauskratzen. In das Wasser geben. Die Vanilleschote mit den Zimtstangen, den Pfefferkörnern, den Nelken und dem Muskat ebenso hinzugeben. 
  2. Wasser-Tee-Gewürz Mischung sprudelnd aufkochen lassen. Für 10 Minuten weiter kochen lassen. Teebeutel herausnehmen und weitere 10 Minuten kochen. 
  3. Sirup durch ein feines Sieb in eine saubere Flasche füllen. Auskühlen lassen.
    3-4 Teelöffel pro 200ml Milch oder Tee ergeben ein tolles Chai-Aroma!

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Chai, Apfel, Quark - traumhaft!

Ja, in der Weihnachtszeit ist es sehr still im hummelsüßen Blog geworden. Und hier kommt der Grund: es war Weihnachten! Das mag nun nicht die beste Begründung sein, aber es ist nun mal die Wahrheit. Dieses Jahr wollte ich das Weihnachtsfest und alle dazugehörigen Vorbereitungen genießen. Einfach mal die weihnachtliche Vorfreude rund um Backen, Kochen, Scrapen mit jeder Minute auskosten. Einfach mal wieder die Stille genießen...
Aber vergessen habe ich Dich nicht! Denn ab heute gibt es ein kleines Silvester-Special! Lauter tolle Knabberideen, Naschfreuden und natürlich Rezepte zum Anstoßen! Hier kommt der 1. Teil: 



Apfel-Chai Dessert, mit Vanillequark und süßen Salzbrezn



Dieses kleine, schmackhafte und absolut süchtig machende Dessert gab es zum 2. Weihnachtsfeiertag. Wir alle haben uns gewünscht, dass dieses Dessertglas keinen Boden hat - damit man ewig fröhlich vor sich hin löffeln kann. Irgendwie klebte man regelrecht am Löffel. Es hätte für Stunden weiter so gehen können. Und da war der Entschluss gefasst: dieses Dessert gibt es auch an Silvester! Kennst Du das auch? Hast Du so ein Rezept, das du zum ersten Mal ausprobierst und sofort in dein Buch "Lieblingsrezepte" einordnest? So ging es mir mit diesem Apfel-Chai Dessert. Cremig, fruchtig und dieser würzige Hauch von Chai. Ein absolutes Traum-Dessert!



Was mich an dieser Schichtnascherei so begeistert: es ist so leicht vorzubereiten. Aber das wirst Du sicher gleich selbst im Rezept entdecken! Wie Du selbst einen Chai-Sirup herstellen kannst, zeige ich Dir im nächsten Beitrag. Das Rezept zu den karamellisierten Salzbrezn habe ich mir bei der zauberhaften Jeanny von "Zucker, Zimt und Liebe" stibitzt. An dieser Stelle gleich ein kleiner Gruß an dich, Jeanny: Dein Rezept zu den karamellisierten Salzbrezn ist herrlich! Alles, was ich über die Feiertage zugenommen habe, ist auf diese Leckerei zurückzuführen *lach* 
Es ist tatsächlich so, wie ich es sage: diese Brezn machen süchtig! Und dann noch in Kombination mit einem verführerischen Dessert. Abnehmgott hilf'! 

Mit den besten Grüßen und einem dicken Kuss
Deine Frau Hummelsüß



 

























Zutaten
(für 6 Portionen)

  • 400ml laktosefreie Milch
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 2 EL + 2TL Zucker
  • 375g laktosefreier Sahnequark
  • 2 große Äpfel
  • 200ml Apfelsaft naturtrüb
  • 1 EL Speisetärke
  • 6 EL Chai-Sirup
eventuell karamellisierte Salzbrezn zum Dekorieren



Zubereitung

  1. Aus dem Puddingpulver, dem Zucker und der Milch nach Packungsanweisung einen Pudding kochen. Ein Stück Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche des heißen Puddings legen, sodass sich keine Haut bilden kann. Vollstädnig auskühlen lassen. 
  2. Äpfel waschen, schälen, vierteln und in kleine Würfel schneiden. Mit dem Zucker und 150ml Saft aufkochen, dann 2 Minuten weiter köcheln lassen. Restliche 50ml Saft mit Speisetärke glatt rühren. Zu den Äpfeln geben und zu einem dickeren, aber nicht stichfesten Apfelkompott rühren. Vollständig auskühlen lassen. 
  3. Pudding glatt rühren. Quark unterrühren. Auf 6 Dessertgläser verteilen. Auf den Vanillequark pro Glas 1 Esslöffel Chai-Sirup geben. Darauf das Apfelkompott schichten. Mit den Brezn dekorieren und eventuell mit Schleifenband die Gläser verzieren.

Sonntag, 18. Dezember 2016

Nächste Herausforderung, bitte!

Jetzt ist es soweit: tausende Geschenke müssen eingepackt werden. Verdammt, es sind noch gar nicht alle Geschenke besorgt. Und dann noch arbeiten gehen? Zeit mit dem Partner freischaufeln? Und "so ganz nebenbei" die eigenen Bedürfnisse nicht vergessen. Aber die Freunde haben angefragt - sie wollen noch auf den Weihnachtsmarkt. Aaaaah! Wie soll man das alles in 24 Stunden schaffen? Dabei hängt der Magen auf Kniehöhe.
So wie mir geht es sicher gerade vielen Berufstätigen, Müttern, Vätern, Schwestern, Brüdern, Freundinnen, Freunden und einfach allen, die Weihnachten zu etwas Besonderem machen wollen. Ganz ehrlich: da fehlt selbst mir der Elan große Gerichte in der Küche zu zaubern. Obwohl mich das Kochen und Backen entspannt, habe ich auch diese Tage an denen ich eigentlich nur ins Bett will. Tage, an denen ich schlicht und einfach keine Lust habe - und zwar auf gar nichts!
Hungern will ich aber nicht! Also brauche ich diese Rezepte, die satt machen und innerhalb kürzester Zeit mit großer Freude verspeist werden können. Tadaaaaaa! So ein Rezept kommt hier:

Das Turbo-Abendessen: Cevapcici, mit Käse-Kartoffelspalten und Ajvar-Dip






Die Kartoffeln sind schnell in Spalten geschnitten, grob mit Olivenöl beträufelt und gewürzt. Während den "Erdäpfeln" so richtig heiß wird, brate ich die Cevapcici in aller Ruhe in der Pfanne. Da bleibt sogar noch Zeit für einen aromatischen Dip, der das Turbo-Abendbrot abrundet. A propos geschmacklich abrunden... Da fällt mir der Satz eines sehr guten Freundes ein: "Mit Käse wird alles besser!" Recht hat er! Also noch eine Portion Käse auf die Kartoffelspalten. Stress beseitigt, Magen gefüllt - ich bin für alles gewappnet. Kann losgehen!


Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die letzten stressigen Tage vor dem Weihnachtsfest!
Deine Frau Hummelsüß





Zutaten
(für 4-5 Portionen)


Für die Käse-Kartoffelspalten

  • 500g kleine Kartoffeln
  • 2-3 EL Olivenöl
  • Salz
  • 50g Gouda
 
Für die Cevapcici
  • 500g gemischtes Hackfleisch
  • 1 Zwiebel
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 großer EL Ajvar
  • 2-3 EL Semmelbrösel
  • Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß
  • 2 EL Olivenöl
Für den Ajvar-Joghurt Dip

  • 150g laktosefreier Joghurt
  • 4 EL Ajvar
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • eventuell Petersilie


 

Zubereitung

  1.  Ofen auf 190°C, Ober-und Unterhitze vorheizen.
  2. Kartoffeln gründlich waschen. Mit der Schale vierteln und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Mit dem Olivenöl beträufeln. Gut mit Salz würzen. Für 20 Minuten im Ofen braten.
  3. Zwiebel halbieren, schälen und in kleine Würfel schneiden. Mit dem Hackfleisch, dem Senf, Tomatenmark, Ajvar, Brösel und Gewürzen zu einer einheitlichen Masse verkneten. Daraus ca. 25 Cevapcici formen.
  4. Öl in einer Pfanne erhitzen. Cevapcici darin scharf anbraten. 
  5. Käse reiben. Über die Kartoffeln streuen und für weitere 10 Minuten gold-braun überbacken.
  6. Für den Dip den Joghurt mit dem Ajvar verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Paprika edelsüß würzen. 

Samstag, 10. Dezember 2016

Knackiger Cheesecake unter Freunden

Der Tag an dem mir das erste Mal ein Karamell wie aus dem Lehrbuch gelang, war mein Tag der Offenbarung [klick]. Seitdem kann ich vom süßen, bernsteinfarbenen Glück nicht genug bekommen. Egal ob im Popcorn, weihnachtlich an den Mandeln, oder im Kuchen: Karamell ist mein neues Lieblinsbackaccessoires. Zur zweiten, kleinen Feier mit unseren Nachbarn wollte ich unbedingt einen weihnachtlichen Kuchen mitbringen. Da dachte ich mir: Käsekuchen und Zimt - das schmeckt sicher allen! Dazu eine gute Portion Karamell und knackige Nüsse - einen großen Schuss Besinnlichkeit und Gemütlichkeit nicht zu vergessen...

Cheesecake, mit Nuss-Apfel-Zimt Karamell




Der Abend unseres kleinen "Hoffests" war wirklich gelungen. Alle hatten sich in dicke Jacken und Mützen gekuschelt. Ein großer Topf Soljanka wartete darauf geplündert zu werden. Um sich noch merh warm zu halten, gab es natürlich Glühwein und Eierpunsch. An Glühwein hat es wirklich nicht gemangelt. Meinen alkoholfreien Apfelpunsch habe ich dann allein getrunken *lach*
Weil wir so einige Leute waren, die sich um eine Feuerschale versammelten, habe ich noch eine große Portion Kartoffelsalat für alle gemacht. Hackklöpschen gab es auch - auf diesen Gedanken war gleich noch jemand gekommen! Du siehst: unsere Nachbarschaft kann Gedanken lesen...
Später wurde es uns dann doch zu kalt. Also haben wir uns alle zusammen in einer Wohnung zusammengefunden. Gemütlich saßen wir um einen großen Tisch, oder auf der Couch. Ja, ich liebe solche Abende! 
Als krönenden Abschluss haben wir diesen Cheesecake mit Nuss-Apfel-Zimt Karamell angeschnitten. In diesem Moment - alle waren aufgewärmt, satt und glücklich - man hätte meinen können eine große Familie hat sich an Heiligabend eingefunden! Hoffentlich gibt es schon bald ein Hoffest 3.0. Ich kann es kaum erwarten...

Mit lieben Adventsgrüßen
Deine Frau Hummelsüß






Zutaten
(für ca. 10 Tortenstücke)

  • 500g laktosefreier Sahnequark (40% Fettanteil)
  • 50g laktosefreie Butter
  • 80g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 1/2 Teelöffel Backpulver 
 
Für das Nuss-Karamell mit Zimt
  • 100g Zucker
  • 30ml Wasser
  • 70ml Sahne
  • 1 EL Butter
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • 1 großer Apfel
  • Saft einer halben Zitrone
  • 200g gemischte Nüsse


Zubereitung

  1. Den Ofen auf 175°C, Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit hohem Rand (18cm Durchmesser) fetten. 
  2. Die Butter schmelzen und handwarm abkühlen lassen. Die Eier trennen. Das Eiweiß mit dem Vanillezucker und dem Salz steif schlagen. 
  3. Quark mit Zucker und Eigelben glatt rühren. Vanillepuddingpulver und Backpulver kurz unterrühren. Eischnee unterheben. 
  4. Quarkmasse in die Form füllen und glatt streichen. Für 45-50 Minuten backen. Dabei nach ca. 30 Minuten den Kuchen mit Alufolie abdecken. Rüttelt man an der Form darf der Kuchen in der Mitte nur noch leicht wackeln. Erst im ausgeschalteten Ofen  bei wenig geöffneter Tür für 10 Minuten abkühlen lassen. Aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen.
  5. Für das Nuss-Karamell den Apfel waschen, schälen, entkernen und grob würfeln. Apfelstücken in dem Zitronensaft schwenken. 
  6. Den Zucker mit dem Wasser in einem Topf vermengen (Topf hin und her schwenken, bis der Zucker feucht ist, aber nicht mit Wasser bedeckt). Bei mittlerer Hitze OHNE RÜHREN bernsteinfarben karamellisieren. Topf kurz vom Herd nehmen. Die Sahne unter ständigem Rühren hinzugeben. Vorsicht, kann stark sprudeln! Es kann sein, dass sich Klümpchen bilden, aber diese gehen schnell wieder weg. Karamell erneut erhitzen, dieses mal unter Rühren. Topf endgültig vom Herd nehmen und die Butter einrühren, bis sie vollständig geschmolzen ist. Karamell mit Zimt abschmecken. Nüsse und Apfel unterrühren.
    Nuss-Karamell auf dem Kuchen verteilen.

Samstag, 3. Dezember 2016

Glutenfrei und vegan backen

Eine Lebensmittelunverträglichkeit zu haben, ist manchmal richtig nervig. Vor allem in der Weihnachtszeit mit Stollen, Plätzen und Co. könnte man verzweifeln. Ich nasche gern. Aber immer und immer wieder "Tut mir leid, aber das kann ich leider nicht essen" sagen zu müssen ärgert mich und sicher viele andere, die nicht alles essen dürfen. Deswegen gibt es meinen Blog Hummelsüß. Laktosefreie Back- und Kochrezepte, die das Leben mit einer Laktoseintoleranz einfacher machen sollen. Ich bin sehr stolz darauf, dass es immer wieder Leser unter euch gibt, die sich freudestrahlend an mich wenden, weil sie nun bedenkenlos schlemmen können. In den letzten Wochen gab es immer wieder eine Bitte an mich: Könntest du vielleicht mal etwas glutenfreies machen - wegen Weihnachten?!
Na klar! Egal ob Laktose oder Gluten... es findet sich imemr eine Lösung. Diese hier ist wunderbar weihnachtlich:



Apfel-Zimt-Bienenstich Torte - glutenfrei und vegan





Sicherlich stellt sich jetzt bei einigen die Frage, was Gluten eigentlich ist:
Wenn das Getreide vom Keimling zur Ähre wachsen will, braucht es viele Nährstoffe. Diese werden durch das Speicherprotein "Gluten" bereitgestellt. Beim Backen bewirkt das Gluten, das alles zusammenhält. Es ist sozusagen der Backkleber. Einige vertragen das Gluten jedoch nicht. Dann kann es zu heftigen Reaktionen kommen, wie bei der Laktoseintoleranz. Wenn man weiß, was bedenkenlos zum Backen und Kochen geeignet ist, ist es weniger stressig. Glutenfrei sind Mehle aus Buchweizen, Hirse, Amaranth oder Quinoa. Auch Reismehl oder Kartoffelmehl kann man bei einer Glutenunverträglichkeit bedenkenlos verwenden. Damit ein Teig richtig bindet (denn das kann beim glutenfreien Backen manchmal schwierig sein), verwendet man Speisestärke. 





 
























Gerade am Anfang ist es sehr hart seine Lebensgewohnheiten radikal umzustellen, um nicht das ganze Leben mit der Wärmflasche verbringen zu müssen. Viele denken, dass sie das nicht schaffen und das es keine Alternativen gibt. Aber das stimmt nicht! Es müssen nur einige andere Dinge auf dem Einkaufszettel stehen.
Mit meinem Blog möchte ich zeigen, dass die Laktoseintoleranz kein Weltuntergang ist. Auch an Weihnachten kann man schlemmen, schlemmen, schlemmen - und das ohne Bauchweh. Genauso ist es mit der Glutenunverträglichkeit. Mit ein paar Tricks, ist es kein Problem ein besinnliches Fest zu feiern, an dem man sich den Bauch vollschlägt. Nicht verzweifeln - denn dafür ist das Weihnachtsfest viel zu schön und die Alternativen zahlreich. 

Ich hoffe, dass all die, die den Wunsch nach einem glutenfreien Rezept an mich richteten nun ein Lächeln im Gesicht haben. Schnallt die Backschürzen um und greift euch Kartoffelmehl und Speisestärke. Weihnachten 2016 wird ein Gaumenfest - versprochen!

Mit den allerliebsten Grüßen 
Deine Frau Hummelsüß 

PS: Wer sich jetzt fragt, was eigentlich "Bienenstich" ist: Bienenstich bezeichnet eine karamellisierte Mandeldecke für Kuchen und Torten, die mit Honig gemacht wird. Deswegen Bienenstich. Weil diese Torte vegan bleiben sollte, nehmen wir lieber den Agavendicksaft. Schmeckt aber genauso toll :)  






Zutaten
(für ca. 10-12 Tortenstücke)

  • 50g pflanzliche Butter
  • 50g Puderzucker
  • 150g Kartoffelmehl
  • 100g gemahlene Mandeln
  • 30g Speisestärke
  • 1 Prise Salz
  • eventuell: 1EL Sojajoghurt Natur 

 Für die Füllung
  • ca. 900g säuerliche Äpfel (z.B. Elstar)
  • 225ml Apfelsaft
  • 1 Zimtstange
  • 1 EL Zucker
  • 1 EL Speisestärke

Für die Bienenstich Masse
  • 50g pflanzliche Butter
  • 1 EL Zucker
  • 100g gehobelte Mandeln
  • 2 EL Agavendicksaft


Zubereitung

  1. Aus der Butter in Flöckchen, Puderzucker, Kartoffelmehl, Mandeln, Speisestärke und Salz einen glatten Teig zubereiten. Der Teig ist relativ feucht. Sollte er zu nass sein, noch etwas Kartoffelmehl, oder Speisetärke zugeben. Ist der Teig zu trocken 1 EL Sojajoghurt zugeben.
    Teig in einer gefetteten Springform (18cm Durchmesser) mit hohem Rand zu einem Teig andrücken. Dabei einen hohen Rand ziehen. Für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank geben. 
  2. Ofen auf 175°C, Ober- und Unterhitze vorheizen. 
  3. Äpfel schälen, vierteln, entkernen und würfeln. In einem Topf mit 175ml Saft, dem Zucker und der Zimtstange aufkochen lassen. Für weitere 2 Minuten köcheln lassen. Restlichen Saft mit der Speisestärke glatt rühren und zu den Äpfeln geben, sodass eine dickliche Masse entsteht.
    Apfelmasse in die Form füllen und für 20 Minuten vorbacken. 
  4. Pflanzliche Butter mit Zucker in einem kleinen Topf solang schmelzen lassen, bis der Zucker aufgelöst ist. Die Mandeln zugeben und kurz umrühren. Den Agavendicksaft dazugeben und kurz erhitzen. Schnell auf die Apfelmasse verteilen und für weitere 30 Minuten backen.
    Herausnehmen und in der Form auskühlen lassen.