Mittwoch, 25. Januar 2017

Veganer Energieschub

Zur Zeit voll im Trend: "Raw Bites" und "Energy Bars". Oder einfacher gesagt: selbstgemachte Müsliriegel. Bei diesem Trend bin ich sehr gern dabei! Zumal es schwierig ist laktosefreie Müsliriegel zu finden und sie mir prinzipiell zu süß sind. Wenn ich einen Energieschub brauche, dann bitte nicht aus dem reinen Zucker sondern aus gesunden Zutaten, die meine Aufmerksamkeit wirklich hochhalten. Und jetzt, da ich weiß wie einfach es ist Energy Bars herzustellen, bleiben die Müsliriegel im Laden. Ich hab da meinen eigenen Geschmack *zwinker*

Müsliriegel selbstgemacht: Homemade Energy Bars (vegan)




Rund um das Essen gibt es ein neues Verständnis: es wird nachgefragt, was eigentlich drin ist, in dem was man isst. Wo kommt das her? Wie wurde es angebaut? Und bekommen die richtigen Leute genügend Geld für ihre Arbeit? Wir bezeichnen das heute als "nachhaltig", als "bewusste Ernährung" oder "fairtrade". Aber ohne jemanden nahe treten zu wollen: wie das auch in der Mode der Fall ist, ist dieses Food-Bewusstsein nichts Neues. Fragt mal eure Großeltern, oder Urgroßeltern! Klar, zu deren Zeiten gab es wirklich wenig und das Meiste hatten sie aus eigener Erzeugung. Aber sie wussten, was in ihrem Essen ist und wie es vom Wachsen auf den Tisch gekommen ist. Gegessen wurde, was die Saison und vor allem die Ernte hergab. Fleisch gab es allerhöchstens einmal in der Woche. Immer mehr Ernährungsbewusste halten es ebenso. Entwickeln wir uns also zurück?



Ich muss gestehen, dass ich noch nie der große Freund von Fast Food oder TK-Ware war. Das, was man statt dem Kauf selbst machen konnte, galt es in der Versuchsküche nachzumachen. Und egal, wie jeder zu diesem neuen, bewussten Verständnis von Essen kommt und egal, ob wir uns zurückentwickeln, oder auch nicht: Es ist gut so, dass wir einmal mehr nachfragen, als zu wenig! Noch ein Vorteil vom homemade Food: man macht sich nur so viel, wie man tatsächlich verzehren kann. Verschwendung adé! Mit so einfachen Rezepten, wie diesen Müsliriegeln macht das richtig Spaß und kostet Dich gerade einmal 5 Minuten Arbeit! Ich denke das lässt sich gut in den Alltag einbringen. Überzeugt? *zwinker*

Deine Frau Hummelsüß

 





Zutaten

  • 50g pflanzliche Margarine
  • 2 EL Agavendicksaft
  • 100g ganze Mandeln mit Haut
  • 2 EL Chia-Samen
  • 1 EL Kokosraspel
  • 4 EL kernige Haferflocken
  • 70g getrocknete Cranberrys


Zubereitung

  1. Margarine mit Agavendicksaft bei geringer Hitze schmelzen. Eine Form mit Frischhaltefolie auslegen. 
  2. Mandeln grob hacken. In einer Schüssel mit den restlichen Zutaten vermischen. 
  3. Trockene Zutaten mit dem geschmolzenen Fett-Zucker Mix mischen und in die Form füllen. Fest drücken. 
  4. Für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen. In Riegel oder Quadrate schneiden. 
 

Sonntag, 22. Januar 2017

Tortenzeit ist Familienzeit

Mein Liebster und ich haben uns vor Kurzem bei seiner Oma zum Kaffee eingeladen. Ich finde es immer wieder erstaunlich wie Großeltern und Enkel harmonieren. Mir kommt es so vor, als ob man mit seiner Oma und seinem Opa manchmal mehr Anstazpunkte hat, als mit seinen Eltern. Wenn das so ist, müsste man doch eigentlich mehr Reibungspunkte mit seinen Großeltern haben. Schließlich ist hier der Altersunterschied am Größten. Aber das Gegenteil scheint der Fall zu sein! Woran liegt es, dass Oma und Opa manchmal mehr Verständnis für die eigene Situation haben, als Freunde, Eltern oder Geschwister?

Blueberry Layer Cake, mit Rote Beete und Mohn




Wenn ich mit meinen Großeltern zusammensitze, oder mit denen meines Liebsten dann scheint die Zeit wie im Flug vorbeizuegehen. Nachdem die letzten Wochen ausgewertet wurden, schließlich ist seit dem letzten Besuch viel passiert, kommt es zu Themen, die tiefer gehen. Oma und Opa scheinen schon auf 100 Meter Entfernung zu spüren, wie es dir wirklich geht. Da braucht man nichts sagen - sie sehen es dir an der Nasenspitze an. Dass das auch Mama und Papa sehen, will ich gar nicht abstreiten. Aber den Rat, den dir eine Oma oder ein Opa gibt, kannst du nicht mit Gold aufwiegen. Sie sehen dir nicht nur in die Augen - sie sehen dir sofort ins Herz!
Umso ernster habe ich mir die Worte angenommen, die mir meine "Schwiegeroma" gesagt hat: Vergiss nicht das, was dir Spaß macht und mit wem dir das Spaß macht! 





Die Moral des Rates? Seit vielen Wochen stande ich die folgende Woche in der Küche und habe selbst nach einem harten Arbeitstag das gemacht, was mir Kraft gibt und mich ausgleicht: das Backen. Es passiert uns so ganz nebenbei, ohne das wir es bemerken: der Alltag schleicht sich ein. Natürlich ist Beständigkeit nichts Schlechtes. Ich kann gar nicht ausdrücken, wie wunderbar das Gefühl war der Ruhe der Couch den Kampf anzusagen - bewaffnet mit Schneebesen, Backpapier und Kuchenform. In dem Moment war es wieder da: das Highlicht-Gefühl, das man sich manchmal zu wenig gönnt. Denn unter dem Strich zählt nur das, was Oma und Opa in harter Selbsterkenntnis über die Jahre hinweg gelernt haben: Am Ende des Tages musst du glücklich sein!

In der Hoffnung, dass Du Dir Dein Highlight im Alltag schaffst
Deine Frau Hummelsüß


Zutaten

  • 2 Eier
  • 100g Zucker
  • 1 vorgegarte, vakuumierte Rote Beete
  • 50ml Rapsöl
  • 250g Dinkelmehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 EL gemahlener Mohn
  • 400g laktosefreier Doppelrahmfrischkäse
  • 200g laktosefreier Sahnequark 
  • 200g laktosefreie Schlagsahne
  • 3 EL Puderzucker
  • 1 EL Zucker
  • Heidelbeerkonfitüre
  • 100g Heidelbeeren




Zubereitung

  1. Ofen auf 175°C, Ober - und Unterhitze vorheizen. Eine kleine Springform (14,5cm Durchmesser) fetten. 
  2. Rote Beete mit Öl pürieren. Eier mit Zucker schaumig schlagen. Rote Beete-Püree unterschlagen. Mehl mit Backpulver und Mohn mischen. Kurz unterheben. In die Springform füllen, glatt streichen und für ca. 45 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit den Kuchen mit Alufolie oder Backpapier abdecken. Vollständig auskühlen lassen. 
  3. Kuchen zweimal waagerecht durchschneiden. Frischkäse und Quark mit gesiebten Puderzucker luftig aufschlagen. Sahne mit Zucker sehr steif schlagen. Sahne unter die Creme heben. 
  4. Pro Teigschicht ca. 3 Esslöffel Creme grob verteilen. Darauf ca. 3 Teelöffel glatt gerührte Heidelbeerkonfitüre verteilen. Nächste Kuchenschicht aufsetzen. So weiter verfahren, bis alles aufgebraucht ist. Dabei den Kuchen mit Konfitüre und Heidelbeeren verzieren. Kühl stellen. 

Freitag, 20. Januar 2017

Deftig vegetarisch

Sind wir doch mal ehrlich: Wie traurig, verstörend und unsinnig wäre unser kulinarisches Leben ohne Auflauf-Rezepte? Damit will ich nur auf eines hinaus. Egal ob alt oder jung - sobald Gemüse, Nudeln, Kartoffeln oder Fleisch von Käse überbacken werden, hat einfach jeder Hunger. Und so richtig Herzklopfen bekommt man, wenn der Käse lange Fäden zieht und uns damit eines klar macht: ich will gegessen werden! Gern kommen wir diesem Wunsch nach, oder?
Wie wäre es also mit diesem vegetarischen Knödel Auflauf, der nicht nur schnell gemacht ist, sondern unsere Bäuche und Käseliebhaber-Herzen wärmt...

Vegetarischer Wirsing-Cranberry Auflauf, mit herzallerliebsten Knödeln




Cranberrys und Wirsing. Ich gebe zu, dass das zunächst eigenartig klingen mag. Aber nimm mich beim Wort wenn ich sage: diese Kombination darfst Du Dir nicht entgehen lassen. Die Süße der Cranberry vereint sich mit dem herben Wirsing zu meiner neuen Lieblingsgemüsepfanne. Dazu gibt es selbstgemachte Knödel. Solltest du es noch nicht wissen: ich bin Thüringerin. Das bedeutet, dass mein Herz und vor allem mein Bauch immer einen Platz für einen Kloß haben wird. Klingt komisch - aber wenn Du einmal ein richtig gutes Essen mit Klößen hattest, wirst Du mir mampfend zustimmen (und so ganz nebenbei den Thüringer Klöße-Song für immer aus Deinem Kopf verbannen) *zwinker*
Aber zurück zum Rezept: wie immer einfach, lecker und so ganz nebenbei die Möglichkeit Kühlschrankreste zu einem Gaumenschmaus zu verarbeiten. Das freut auch den Geldbeutel!
Ich freue mich darauf Dich bald in der Küche wiederzusehen: Kochlöffel schwingend an diesem Rezept. Und noch mehr Freude bereitest Du mir wenn Du mir und allen anderen hummelsüßen Freunden mitteilst, wie es Dir geschmeckt hat *grins*

Mit den besten Grüßen aus der Knödel- und Klöße Heimat
Deine Frau Hummelsüß








Zutaten
(für ca. 3-4 Personen)

  • 1/2 mittelgroßer Wirsingkopf
  • 2 EL laktosefreier Kräuterfrischkäse
  • 2 EL getrocknete Cranberrys
  • 1/2 Packung Kloßteig "Thüringer Art"
  • 1 Brötchen vom Vortag
  • 1 EL + 1 TL laktosefreie Butter
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • 100g Emmentaler
  • Salz, Pfeffer, Muskat



Zubereitung

  1. Ofen auf 175°C, Ober- und Unterhitze vorheizen. 
  2. Strunk vom Wirsing entfernen. In Scheiben und dann in Würfel schneiden. In ca. 500ml Salzwasser einmal aufkochen und dann bei mittlerer Hitze köcheln lassen. 
  3. In der Zwischenzeit das Brötchen würfeln. Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Erst 1 Esslöffel Butter in einer Pfanne zerlassen. Die Brötchenwürfel darin knusprig anbraten. Stark salzen. In eine Schüssel geben. Nun die restliche Butter in derselben Pfanne zerlassen. Die Zwiebel glasig dünsten. Zu den Brotwürfeln geben. Brot-Zwiebel Mix mit der Kloßmasse und der Petersilie mischen und zu Knödeln formen. 
  4. Den Wirsing abschütten, dabei etwas Wasser im Topf zurücklassen. Den Wirsing wieder in den Topf geben und mit dem Frischkäse verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Cranberrys unterrühren. 
  5. Wirsing in eine Auflaufform geben, die Knödel daraufsetzen. Mit Alufolie abdecken und für 1 Stunde im Ofen backen.
  6. In der Zwischenzeit den Käse reiben. Nach der Hälfte der Backzeit die Alufolie entfernen, Käse über die Knödel verteilen und fertig backen.

Montag, 16. Januar 2017

Pralinen-Experiment

Wenn sich alle zu einer Feier versammelt haben, das Essen gerade verdaut wurde und es zum gemütlichen Teil übergeht, muss man meist nicht lang auf den Moment warten, an dem man etwas Naschen könnte. Wie es dann so ist: Salzstangen, Chips und Erdnüsse sind in Reichweite. Alles ganz schön salzig...Und wo bleibt das Süße? Wie wäre es mit einer feinen Nascherei, die ein bisschen Luxus auf den Couchtisch bringt? Süß und salzig in Einem - selbstgemachte Pralinen bitte hier hier! In meinen Mund...


Selbstgemachte Pralinen: crunchy & salty  



 
























Die Inspiration für diese tollen Pralinen hat mir die liebe Sarah mit ihrem Blog "feiertäglich...das schöne Leben" gegeben. Dort stellte sie ihr kleines Geschenk aus der Küche vor: Spekulatius Trüffel. Dazu hätte ich als Beschenkter auch nicht nein gesagt *lach*
Für meine eigenen Trüffel sollte es etwas sein, dass die Geschmacksnerven kitzelt. Der Gedanke von salty Trüffel war geweckt. Ich liebe die Kombination von dunkler Schokolade mit Gewürzen, die die Zunge vor die Frage stellt: "He, was ist das für eine Kombination?". Diese Art von Knabberei habe ich euch bereits mit meinen Himbeer-Schoko Shortbread mit dreierlei Pfeffer vorgestellt [klick]. Aber nun zurück zu den Trüffel-Pralinen. 
Ich dachte immer es sei die hohe Kunst Pralinen herzustellen. Wahrscheinlich ist es das auch! Aber diese Trüffel kann man ganz einfach nachmachen und sich den besonderen Genießermoment nach Hause holen. Wenn du diese salty-Variante nicht magst, kannst Du das Salz natürlich weglassen. Vielleicht magst Du es scharf? Dann füge doch etwas getrocknetes Chili dazu. Das stelle ich mir feurig-verführerisch vor. Aber ich will Dir nichts vorweg nehmen. Probiere dich da einfach aus. Das Grundrezept ist ganz einfach: 200g Sahne, 600g Schokolade und 100g Kekse/Plätzchen/Spekulatius/Cornflakes oder was immer du verwenden möchtest! Ich gönne mir jetzt noch ein kleines Trüffelchen und schlürfe dazu meine Chai-Milch. 

Deine Frau Hummelsüß





 
Zutaten
(für ca. 50-60 Stück)

  • 200g laktosefreie Sahne
  • 400g Zartbitterkuvertüre
  • 200g Edelbitterschokolade
  • 100g Zimt-Cornflakes
  • 1 gestrichener EL grob gemahlenes Meersalz
  • 2 EL Backkakao
  • 2 TL Zimt


Zubereitung

  1. Die Sahne in einem Topf bei mittlerer Hitze erwärmen, aber nicht kochen lassen! Schokolade und Kuvertüre in Stücke brechen und in der Sahne unter gelegentlichem Rühren schmelzen lassen. Vom Herd nehmen. 
  2. Cornflakes in einen Gefrierbeutel füllen und mit einer Teigrolle solang darüber fahren, bis alles gro zerkrümelt ist. Nicht zu fein werden lassen, da es crunchy Trüffel werden sollen! Zusammen mit dem Salz in die Sahne-Schoko Mischung rühren.
    Für 2 Stunden im Kühlschrank lagern. 
  3. Kakao und Zimt auf einem Teller mischen. Trüffelmasse teelöffelweise abnehmen und zu Kugeln formen. Im Zimt-Kakao wälzen und auf ein Blech geben. Fertige Trüffel noch einmal in den Kühlschrank geben, sodass sie fester werden.
    Gekühlt mindestens 2 Wochen haltbar.